Wenn das Käferlein später als gewöhnlich von der Schule nachhause kommt, dann weiß ich: Er hat grad eine gute Zeit. Entweder füttert er den Kaugummi-Automaten im Ort mit mühsam gespartem Kleingeld, schleppt einen riesengroßen Eisbrocken nach Hause, den er zuvor aus dem Bach gefischt hat, kauft im Supermarkt ganz mutig eine Dose Sprudel oder sucht selbstvergessen in der Wiese nach vierblättrigen Kleeblättern, die er mir dann schenken kann. All das ist schön, so schön! Aber es dauert.
Und dann ist er daheim oft schon so ausgehungert, dass die Stimmung im Keller versinkt – und ich krieg sie ungefiltert ab, die volle Ladung Kindergroll, eine gefährlich explosive Mischung aus Müdigkeit, Unterzucker und Schulplackerei. Das auszuhalten ist schon manchmal schwer (vor allem: es nicht persönlich zu nehmen!), aber mit ein bisschen vorsichtigem Nachfragen, einer kleinen Fußmassage und einem guten Essen, das schon aufs Verputzen wartet, geht der Sturm schnell wieder vorbei.
Bei dieser Bolognese brauch ich kein Fleisch, braucht auch meine Familie kein Fleisch, weil sie einfach so gut ist. Ich koche gleich die doppelte Menge und friere die Hälfte ein – so hab ich bei Bedarf ein schnelles Essen zur Hand. Um das Gericht vegan zu machen, müsst ihr lediglich den Parmesan durch eine Alternative ersetzen – oder ihn einfach weglassen.
Zutaten für etwa 8 Portionen (4 Portionen für gleich, 4 Portionen zum Einfrieren)
Für das Sugo
150 g feines Sojagranulat
300 g kochend heißes Wasser
1 große Zwiebel
2 – 3 EL Olivenöl
3 Dosen stückige Tomaten
3 – 4 EL Tomatenmark
4 EL frischer oder 4 TL getrockneter Oregano
Salz, Pfeffer
2 Knoblauchzehen
Außerdem
500 g Spaghetti
Parmesan oder eine vegane Alternative
frische Basilikumblättchen
1. Sojagranulat mit kochend heißem Wasser übergießen und 30 Minuten quellen lassen – dann sollte das meiste Wasser aufgesogen sein.
2. Zwiebel schälen und fein würfeln.
3. Olivenöl in einem Topf oder einer großen Pfanne erhitzen. Das eingeweichte Sojagranulat zugeben und etwa 3 Minuten scharf anbraten. Zwiebel zugeben und kurz mitbraten.
4. Stückige Tomaten, Tomatenmark und Oregano zum Sojagranulat geben und einmal umrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauchzehen schälen, fein hacken und in die Sauce geben. Alles aufkochen lassen, dann den Deckel schräg auflegen und das Sugo 20 – 30 Minuten köcheln lassen. Nach Gusto abschmecken.
5. Die Hälfte des Sugos in einen gut schließbaren Behälter füllen und zum Abkühlen beiseitestellen (nach dem Abkühlen einfrieren – super Mealprep!)
6. Die andere Hälfte mit gekochten Spaghetti vermischen, auf Tellern anrichten und mit Parmesan und Basilikumblättchen garniert servieren.
Und dann ist er daheim oft schon so ausgehungert, dass die Stimmung im Keller versinkt – und ich krieg sie ungefiltert ab, die volle Ladung Kindergroll, eine gefährlich explosive Mischung aus Müdigkeit, Unterzucker und Schulplackerei. Das auszuhalten ist schon manchmal schwer (vor allem: es nicht persönlich zu nehmen!), aber mit ein bisschen vorsichtigem Nachfragen, einer kleinen Fußmassage und einem guten Essen, das schon aufs Verputzen wartet, geht der Sturm schnell wieder vorbei.
Soja-Bolognese
Bei dieser Bolognese brauch ich kein Fleisch, braucht auch meine Familie kein Fleisch, weil sie einfach so gut ist. Ich koche gleich die doppelte Menge und friere die Hälfte ein – so hab ich bei Bedarf ein schnelles Essen zur Hand. Um das Gericht vegan zu machen, müsst ihr lediglich den Parmesan durch eine Alternative ersetzen – oder ihn einfach weglassen.
Zutaten für etwa 8 Portionen (4 Portionen für gleich, 4 Portionen zum Einfrieren)
Für das Sugo
150 g feines Sojagranulat
300 g kochend heißes Wasser
1 große Zwiebel
2 – 3 EL Olivenöl
3 Dosen stückige Tomaten
3 – 4 EL Tomatenmark
4 EL frischer oder 4 TL getrockneter Oregano
Salz, Pfeffer
2 Knoblauchzehen
Außerdem
500 g Spaghetti
Parmesan oder eine vegane Alternative
frische Basilikumblättchen
1. Sojagranulat mit kochend heißem Wasser übergießen und 30 Minuten quellen lassen – dann sollte das meiste Wasser aufgesogen sein.
2. Zwiebel schälen und fein würfeln.
3. Olivenöl in einem Topf oder einer großen Pfanne erhitzen. Das eingeweichte Sojagranulat zugeben und etwa 3 Minuten scharf anbraten. Zwiebel zugeben und kurz mitbraten.
4. Stückige Tomaten, Tomatenmark und Oregano zum Sojagranulat geben und einmal umrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauchzehen schälen, fein hacken und in die Sauce geben. Alles aufkochen lassen, dann den Deckel schräg auflegen und das Sugo 20 – 30 Minuten köcheln lassen. Nach Gusto abschmecken.
5. Die Hälfte des Sugos in einen gut schließbaren Behälter füllen und zum Abkühlen beiseitestellen (nach dem Abkühlen einfrieren – super Mealprep!)
6. Die andere Hälfte mit gekochten Spaghetti vermischen, auf Tellern anrichten und mit Parmesan und Basilikumblättchen garniert servieren.
5 weitere, glücklich machende Pastagerichte findet ihr hier:
- Pink Pesto Pasta | Spaghetti mit Raunapesto
- Vollkorn-Linguine mit Parmesan-Nuss-Bröseln und geschmortem Fenchel
- Tagliatelle mit Tomatensauce nach Marcella Hazan
- Spaghetti mit Wintergemüse und Maroni
- Pasta alla Federico
Ich wünsch euch eine gute Zeit!
Maria







Ein vierblättriges Kleeblatt für die Mama suchen, finde ich allerliebst von ihm!
AntwortenLöschenJa, das ist voll lieb ... Und wenn es kein Kleeblatt ist, dann zumindest ein Gänseblümchen ♥ Muss diese Zeit noch richtig auskosten, ich glaub, so lange macht er das nicht mehr ;-)
LöschenAlles Liebe zu dir!
Maria
Hmm, also die Bolognese kam bei meiner Familie nicht so gut an. Vielleicht gibt es bei dir in Österreich auch andere Sojaschnetzel. Mir ist es nicht gelungen sie gescheit an zu braten. Am Topfboden bildete sich eine Schicht, die schnell dunkel wurde. Die Schnetzel.blieben latschig und so schmeckte es dann auch. Einfach kein schönes Mundgefühl. Beim nächsten Rezept mit Tofu bin ich aber wieder dabei.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Caroline
Liebe Caroline,
Löschenich freu mich, dass du das Rezept ausprobiert hast und mir über deine Erfahrung berichtest. Schade, dass es nicht geklappt hat wie erhofft. Ich habe auch die Vermutung, dass es an den Schnetzeln liegt. Ich verwende am liebsten die Sojaschnetzel extra-fein von dm (keine Werbung, unbezahlt, aber ich finde die einfach wirklich am besten ;-)), mit denen klappt es eigentlich immer gut. Du könntest auch Schnetzel auf Sonnenblumenbasis ausprobieren, kennst du die? Die sind eigentlich genau gleich zu verarbeiten wie die Sojaschnetzel.
Vielleicht gibst du dem Rezept ja nochmal eine Chance :-)
Alles Liebe zu dir!
Maria
Liebe Maria, was für ein lieber Kerl, dein kleiner Sohn! Danke für das super einfache Rezept - bei mir hat es mit den feinen Bio Sojaschnetzeln von ja natürlich gut funktioniert, obwohl ich schlampert gelesen hatte und die Zwiebeln vor dem Granulat in die Pfanne gegeben habe. Liebe Grüße aus Wien von Irmi E.
AntwortenLöschen