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Donnerstag, 21. Dezember 2023

Der kürzeste Tag:
Thomaswecken

Ein Kind hält den fertig gebackenen Thomaswecken in seinen Händen. Der Wecken ist mit Tannenzweigen und einem Goldband verziert.
Thomaswecken - Rezept. 
Jetzt wird es jeden Tag spannender, denn bald ist Weihnachten. Meine Kinder sind aufgeregt, nur noch den Christbaum holen und das Lebkuchenhaus verzieren, letzte Arbeiten vor dem großen, so lange ersehnten Abend. Ich freu mich auch – aber heute ist erstmal noch Zeit für eine andere Feierlichkeit: die Wintersonnenwende. Es ist die längste Nacht und damit auch der kürzeste Tag des Jahres. Ab morgen geht’s wieder bergauf, dem Licht entgegen.

Sonntag, 17. Dezember 2023

Kulinarischer Adventskalender 2023:
Zwickerbussis

Zwickerbussis sind mit Marmelade zusammengesetzte Kekse mit einem Baiserhäubchen auf beiden Seiten. Auf dem Bild liegen sie auf einem Holzbrett, rundherum sind Tannenzweige und rote Beeren.
Zwickerbussis - Rezept. 
Wisst ihr, was Zwickerbussis sind? Nein? Bei einem Zwickerbusserl zwickt man seinem Gegenüber in beide Wangen, zieht es zu sich heran und drückt ihm dann einen Schmatzer auf den Mund. Wobei Schmatzer hier nicht der richtige Ausdruck ist – denn Schmatzen, das geht mit derart breitgezogenen Lippen einfach nicht mehr.

Montag, 11. Dezember 2023

Winterliebelei:
Lutzekatter I Lussekatter nach Lutz Geißler

Bild von goldbraun gebackenen Lussekatter, einem schwedischen Feingebäck mit Safran. Im Hintergrund leuchtet eine Lichterkette.
Lussekatter nach Lutz Geißler - Rezept. 
Ich liebe es, wenn Briefe ans Christkind mit Liebes Christkind! (Liebe Mom!) beginnen.

Ich liebe die vorsichtig ausgeschnittenen Scherenschnitt-Schneeflocken und wenn wir sie gemeinsam ans Fenster kleben.

Freitag, 8. Dezember 2023

Wird schon was werden:
Topfenlebkuchen

Lebkuchen mit Nüssen verziert.
Topfenlebkuchen - Rezept. 
Mein Vater ist ein begeisterter und motivierter Ganzjahres-Allwetter-Lebkuchenbäcker – keine Jahreszeit ist vor ihm sicher. Ich sag‘s euch, es ist an ihm ein Vollblut-Lebzelter verloren gegangen! Die Lebzelter – in früheren Zeiten eine eigene Zunft – hatten ja das ganze Jahr über zu tun, nicht nur zur Weihnachtszeit. Das wär was für ihn gewesen.

Montag, 5. Dezember 2022

Der Kramperl kommt!
Krampus aus Semmelteig

Zwei goldbraun gebackene Krampusse mit Augen und Knöpfen aus Rosinen liegen auf einem kleinen runden Kuchengitter. Daneben ein kleiner Krampusbesen aus Reisig, Tannenzweige und Zapfen.
Krampus aus Semmelteig - Rezept. 
Steht auf d’Nacht der Nikolaus mit’n Kramperl vor dem Haus,
kriagn die Buama aussa mir ålle woache Knia!

I dagegen bin net fein, wånn i eahm auf’s Schwanzl steig.
Und bei jed’m Ruatenschwung, zoag i eahm die Zung.

Hålt, wås wår dös für Kraweil, er wird do net draußen sein.
Våta, sperr die Tür net auf, i bin eh ganz brav!

Montag, 7. Dezember 2020

Wir brauchen keine Perchten:
Sauerteig-Krampusse

Sauerteig-Krampusse - Rezept. 
Wenn mir eins nicht fehlt in diesem Lockdown, dann sind das die Perchtenläufe. Sie sind mittlerweile bei uns im Mühlviertel sehr beliebt, aber halt so gar nicht hier daheim. Sie sind laut und brutal und die obligatorisch-ohrenbetäubende Rammstein-Untermalung finde ich schwer zu ertragen. Es passt einfach nicht zur stillsten Zeit des Jahres.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Holler boller Rumpelsack:
Bratäpfel für die ganze Familie

Bratäpfel für die ganze Familie - Rezept. 
Der Bratapfel

Verzeihen Sie, wenn ich störe!, rief ein Apfel aus der Röhre.
Was ich erlebt, das glaubt man kaum - ich hing an einem Apfelbaum.

Samstag, 5. Dezember 2015

Morgen kommt der Nikolaus!
Lebkuchen-Nikoläuse


Und falls es passieren sollte, dass mich das Minimädel nach seinem Besuch wieder so wie im vergangenen Jahr verschwörerisch beiseite nimmt, um mir ihren Verdacht zuzuflüstern, das sei doch jetzt der Papa von der Alexandra gewesen, nur eben verkleidet, so weiß ich, was ich dann sage:

Dienstag, 10. Dezember 2013

Höö, des is jo da Nikolaus!


Die Zeiten ändern sich. Sie ändern sich gewaltig. In meiner Erinnerung habe ich den Nikolaus stets ehrfürchtig bestaunt, war ergriffen und still, wenn er uns am Nikolotag einen Besuch abstattete. Hörte andächtig zu, wenn er uns wegen unserer Lauskinderstreiche tadelte und versprach ihm natürlich, von nun an brav zu sein:


Das Minimädel ist anders. Als es am 6. Dezember am späten Nachmittag die Klingel hörte, lief es zur Tür – und sah durch die Verglasung den weißgewandeten Heiligen davor.
Höö, des is jo da Nikolaus!, rief es mir zu und anstatt an meinen Rockzipfel zu flüchten, wie ich es eigentlich erwartet hatte, riss es die Tür auf und plärrte hinaus: „Ich hab dir was gezeichnet!!!!!“.
Der Nikolaus kam während seines ganzen Besuchs eigentlich nicht groß zu Wort, denn das Minimädel war furchtbar aufgeregt und plapperte noch mehr als sonst. Schlussendlich hat es der Nikolaus in seiner trägen, leisen Art dann aber doch geschafft, das Minimädel ein bisserl von ihrem Trip herunterzuholen: Er hat gefragt, ob es denn ein Lied für ihn singen wolle. Betretenes Schweigen. Hab halt ich gesungen.

Wir haben den Nikolaus beim Abschied mit einem Brioche-Krampus beschenkt, weil er selber keinen an seiner Seite hatte. Auf den und seine goldbraunen Gesellen bin ich schon ein wenig stolz. Denn seit ich mich vor einem Jahr drüben bei der esskultur in diese feisten Kramperl verliebt hatte, stand es fest, dass ich mich heuer an ihnen versuche. Und ich bin selber überrascht, dass sie – ohne spezielle Flechtanleitung – doch ganz gut gelungen sind.

Brioche-Kramperl

Für dieses Jahr kommt die Anleitung leider schon zu spät – aber so habt ihr wenigstens bis zum nächsten Kramperltag schon etwas Zeit zum Üben J. Das Rezept für den Germteig findet ihr hier, die Rosinen einfach weglassen. Mit der angegebenen Menge (mit 1 kg Mehl) gehen sich etwa 7 – 8 Kramperl aus, wenn ihr sie so groß macht wie ich.

1. Den aufgegangenen Germteig kurz durchkneten und mit einer Teigkarte Stücke zu je 45 – 50 g abstechen (oder weniger, wenn die Kramperl kleiner werden sollen). Pro Kramperl werden 5 Stück benötigt. Die Teigstücke in der hohlen Hand zu Kugeln schleifen, auf ein Geschirrtuch setzen und mit einem weiteren Geschirrtuch abdecken.


2. Vier Kugeln in mehreren Durchgängen zu Strängen von etwa 40 cm Länge rollen. Diese nebeneinander auflegen und die oberen Ende leicht zusammendrücken (rechtes Bild oben). Jetzt wird der Körper geflochten: Den rechten äußeren Strang in die rechte Hand nehmen und nach links über den ersten Strang, unter den zweiten Strang und über den dritten Strang legen (linkes Bild unten). Mehr ist zur Flechttechnik eigentlich gar nicht zu sagen, denn der nächste Schritt ist wieder der selbe: Den rechten äußeren Strang nach links legen, und zwar über den ersten Strang, unter den zweiten und über den dritten (rechtes Bild unten).


3. Nun das geflochtene etwas nach rechts schieben, sodass alles wieder gerade liegt (linkes Bild unten). Dann den nächsten Strang einflechten (rechtes Bild unten).


4. Wieder gerade richten, wieder einflechten:


5. Wenn der geflochtene Bauch vom Kramperl groß genug ist, aus den unten Enden die Beine drehen und die Enden mit etwas Milch zusammenkleben (Bild links unten). Dann die erste Flechtung am oberen Ende wieder lösen, daraus entstehen dann die Arme (Bild rechts unten).


6. Die Arme ebenfalls eindrehen und die Ende mit Milch befestigen. Voilà, der Körper ist fertig:


7. Jetzt kommt der Kopf mit den Hörnern: Dazu die fünfte Teigkugel wieder zu einem etwa 40 cm langen Strang rollen und gedanklich vierteln – in ein längeres (drei Viertel) und ein kürzeres (ein Viertel) Stück teilen. Das längere Stück vertikal hinlegen, das kürzere Stück quer darüber. Mit der rechten Hand das obere Ende des langen Stücks fassen, mit der linken Hand das untere. Mit der rechten Hand das obere Ende unter der linken Hand durch nach links unten führen, das untere Ende nach rechts unten:


8. Dann einfach die beiden Hörner zusammenzwirbeln (Bild links unten) und den Kopf schließlich noch um 180 ° drehen (Bild rechts unten):


9. Den Kopf mit etwas Milch am Körper befestigen und den Kramperl mit Rosinen verzieren (Knöpfe und Augen braucht er schon).


10. Mit Milch (dann wird der Kramperl nach dem Backen eher matt) oder einem Milch-Dotter-Gemisch (dann glänzt er mehr) bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 160 °C Heißluft etwa 20 – 25 Minuten goldbraun backen.

Beim Flechten ist es wichtig, rasch zu arbeiten und nicht benötigten Teig immer gut abzudecken, damit er nicht austrocknet. Schon etwas trockener Teig lässt sich nämlich gar nicht mehr gut verarbeiten und reißt dann beim Backen ein.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Einen Jux will sich der Krampus machen


Mailen, simsen, twittern, posten – alles daneben, zumindest am Krampustag. Da verschickt man Karten. Ohne Absender. Ohne Briefmarke. Schreibt Sprüche drauf wie „Es ist schon spät, die Post hat zu, das Porto zahlst natürlich du“. Oder: „A B C, kennst mi eh, C B A, i di a“. Freut sich diebisch über das heftige Rätselraten, das dadurch ausgelöst wird. Prustet in sich hinein. Und verrät nienieniemals, von wem die Karte stammt.

Fröhlichen Krampus!