Dienstag, 12. September 2017

Nachschlag:
Marinierter Mozzarella mit Crème fraîche und Zitrone nach Jamie Oliver

Marinierter Mozzarella mit Crème fraîche und Zitrone nach Jamie Oliver - Rezept. 
Ich weiß nicht warum, aber einen Tag, nachdem ich meine Gedanken über Familie, Fremdbestimmtheit und (Un-)Freiheit online gestellt hatte, bekam ich Lust, im Buch LOVE kitchen von Eschi Fiege zu blättern. Es gab keinen Anlass, keinen konkreten Grund. Eigentlich war es purer Zufall. Und doch war das, was ich fand (was mich fand?) so treffend, so rührend und tröstlich, dass es im Grunde kein solcher mehr sein kann. Ich las:

Mittwoch, 6. September 2017

Oben angekommen:
Haferrahmdalken

Haferrahmdalken - Rezept. 
Das letzte Stück führt der Weg steil bergauf. Der Kinderwagen mit dem schlafenden Käferlein holpert über die Steine. Ich spüre das Minimädel hinter mir, es hält sich an einem Zipfel meiner Jacke fest und folgt mir lautlos. Rechts von mir springt Border Collie Chi von einer Pfote auf die andere und fordert mich, aufdringlich wie immer, mit einem Tannenzapfen zwischen den Zähnen zum Spiel. Mein Herzschlag wird schneller, die Oberarme beginnen zu brennen. Gleich geschafft.

Samstag, 19. August 2017

Legendär:
Johanna Maiers legendäre Marillenbutter

Johanna Maiers legendäre Marillenbutter - Rezept. 
Beiläufigkeit als Quell der Inspiration – wie gut ich das kenne. Wenn ich mich durch Kochbücher oder Foodblogs lese, kann es gut und gern passieren, dass nicht die eigentlich vorgestellten Rezepte, sondern ausgerechnet eine der beiläufig erzählten Anekdoten ihre Angelschnur nach mir wirft. Zuletzt geschehen im neuen Buch von Johanna Maier, in dem sie ihre gesunde Küche vorstellt. Die Rezepte sind verlockend, keine Frage – nochmal interessanter aber finde ich ihre Gedanken über Kräuter und Gewürze, über Öle und Butter, übers Fermentieren und Einmachen. Das Rezept für die Marillenbutter – irgendwo dazwischen – ist derart schlicht abgedruckt, dass ich es fast überlesen hätte – wäre da nicht die Angelschnur, die in hohem Bogen zu mir geflogen kam, sich in meinem kulinarischen Bewusstsein einhakte und mich in die Küche zog wie einen wehrlosen Fisch.

Donnerstag, 3. August 2017

#wirrettenwaszurettenist: Sommersonderrettung!
Gesulzte rote Sommerbeeren mit Obers und Hagelzucker

Gesulzte rote Sommerbeeren mit Obers und Hagelzucker - Rezept. 
Sommerfrische, wie es sich ein Joachim Ringelnatz ausgedacht hat?

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
mit einem grünen Reis.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Mit uns ist gut Marillen essen:
Marilleneis mit Haselnusskaramell

Marilleneis mit Haselnusskaramell - Rezept. 
Weil, Kirschen sind ja keine mehr da. Wie gut, dass sich meine Mama vor zwei Wochen in ihr Auto gesetzt, beim Marillenbauern in der Wachau gach abgebremst und 20 kg allerreifste, zuckersüße Rotbäckchen eingepackt hat. Die hat sie heimgebracht und brav auf ihre dankbaren Töchter aufgeteilt. Seitdem ist viel passiert in meiner Küche: Ich habe Marillenknödel gemacht, Johanna Maiers legendäre Marillenbutter ausprobiert, einen Marillen-Topfen-Strudel gebacken und Marillenmarmelade mit Lavendel eingekocht.

Sonntag, 16. Juli 2017

Phantastisch!
Schokoladeneis nach David Lebovitz

Schokoladeneis nach David Lebovitz - Rezept. 
Schau mal, Mama, sagt der kleine Mann, da ist ein Maulwurf drin! Er gräbt mit dem Löffel in seinem Schokoladeneis. Tatsächlich, ein Loch. Ein Loch in der Erde! Er sieht mich mit kreisrunden Augen an und dieser Mischung aus Verblüffung, Freude und dem klitzekleinen Funken der Erkenntnis, dass diese Geschichte vielleicht doch nur eine Geschichte sein könnte, die mein Herz noch mehr wärmt als sein unwiderstehliches rrrrollendes R.

Dienstag, 4. Juli 2017

Nicht glutenfrei, aber wahnsinnig gut:
Brennnessel-Brötchen mit Wildkräutertopfen

Brennnessel-Brötchen mit Wildkräutertopfen - Rezept. 
Der Glutenfreiwahnsinn treibt mich manchmal in den selbigen. Brot mache dick, dumm und krank, heißt es und tatsächlich hat diese These Erfolg. Bereits 30 % der US-Amerikaner geben an, weitgehend auf glutenhältige Lebensmittel zu verzichten. 30 %! Herrschaftszeiten. Also, von den echten und diagnostizierten Unverträglichkeiten natürlich komplett abgesehen: Was bringt uns Menschen dazu, etwas so Elementares und Kostbares wie die eigene Ernährung derart zu verkomplizieren, ganz freiwillig noch dazu?