Als ich vor einigen Wochen bei meiner Schwester einen Probeschluck ihres selbst gemachten Kefirs nahm, spuckte meine Erinnerung sofort Kindheit aus. Denn natürlich wurde bei uns daheim mit Kefir experimentiert, schon vor 40 Jahren! Der geschmackliche Flashback war super – und ich begeistert. Flugs drückte mir die Gute ein kleines Gläschen mit in wenig Milch eingelegten Kefirknöllchen in die Hand, erklärte mir in drei Sätzen, worauf zu achten wäre und los ging’s mit meiner neuen Obsession.
Jetzt steht die meiste Zeit ein Schraubglas mit Kefir in meiner Küche herum, der tadel- und sehr anspruchslos vor sich hin fermentiert. Eineinhalb bis zwei Tage brauchen die Knöllchen, um die Milch zu säuern und je nachdem, wie viel ich ansetze, habe ich immer frischen, prickelnden Kefir parat. Lieb ich sehr!
Ich finde ja, Kefir ist die perfekte Einstiegsdroge, um mit dem Fermentieren zu beginnen. Und geht es nach der Wissenschaft, im Speziellen der Mikrobiom-Forschung, sollte es eh jeden Tag etwas Vergorenes sein. Tim Spector, einer der bekanntesten Experten auf diesem Gebiet, nennt die 4 K’s als einfache Formel für eine darmfreundliche Ernährung: Kefir, Kombucha, Kraut (also Sauerkraut) und Kimchi. Er empfiehlt, täglich kleine Portionen von drei verschiedenen fermentierten Lebensmitteln zu essen, um die Bakterien-Vielfalt im Mikrobiom zu erhöhen und so die (Darm-)Gesundheit zu fördern. Seine 4 K’s sind dabei ein guter Anfang, denn sie alle lassen sich relativ einfach selbst herstellen. Und ist man erstmal angefixt … tja, dann kommt man recht schnell auf den Geschmack.
Ich bin bestimmt kein Profi, aber ich finde, mein Milchkefir schmeckt gut! Daher kann es ja nicht sooo falsch sein, was ich da mache:
So, das ist es und nicht mehr. Meist genieße ich den Kefir pur, manchmal mit einem Löffel Leinöl oder ich mache einen Obst-Shake daraus. Ihr könnt ihn aber auch ganz anders verwerten, vielleicht so?
In diesem einfachen Gericht treffen sich zwei meiner derzeitigen Lieb- und Leidenschaften aus kulinarischer Sicht: Karfiol – ihn knabbere ich roh zwischendurch, von früh bis spät, und ein Kopf hält sich bei mir keine zwei Tage – und mein selbst gemachter Kefir. Gemischt mit Datteln und Walnüssen ein hervorragender Salat irgendwo zwischen erfrischend und sättigend, süß und säuerlich, weich und knackig. Die Idee dazu fand ich im Geschmacksthesaurus Band 2 von Niki Segnit – ihre Bücher sind eine wahre Fundgrube!
Zutaten für 4 Portionen
Für den Salat
1 Karfiol-Kopf
1 Handvoll Walnüsse und / oder Pekannüsse
6 Medjool-Datteln
Für das Dressing
¼ l Kefir
2 EL Olivenöl
1 – 2 TL Ahornsirup
½ TL Senf
Saft von 1 Zitrone
Salz, Pfeffer
Zum Garnieren
grob gehackte Nüsse
Zitronenscheiben
1. Karfiol von den Blättern befreien und in kleine Röschen teilen. Walnüsse bzw. Pekannüsse grob hacken. Die Datteln in Ringe schneiden.
2. Die Zutaten für das Dressing in ein hohes Gefäß geben und gut miteinander verquirlen.
3. Salatzutaten und Dressing vermengen und 10 Minuten ziehen lassen.
4. Salat auf Tellern anrichten, mit Nüssen bestreuen und mit Zitronenscheiben garniert servieren.
Jetzt steht die meiste Zeit ein Schraubglas mit Kefir in meiner Küche herum, der tadel- und sehr anspruchslos vor sich hin fermentiert. Eineinhalb bis zwei Tage brauchen die Knöllchen, um die Milch zu säuern und je nachdem, wie viel ich ansetze, habe ich immer frischen, prickelnden Kefir parat. Lieb ich sehr!
Tim Spectors 4 K‘s
Ich finde ja, Kefir ist die perfekte Einstiegsdroge, um mit dem Fermentieren zu beginnen. Und geht es nach der Wissenschaft, im Speziellen der Mikrobiom-Forschung, sollte es eh jeden Tag etwas Vergorenes sein. Tim Spector, einer der bekanntesten Experten auf diesem Gebiet, nennt die 4 K’s als einfache Formel für eine darmfreundliche Ernährung: Kefir, Kombucha, Kraut (also Sauerkraut) und Kimchi. Er empfiehlt, täglich kleine Portionen von drei verschiedenen fermentierten Lebensmitteln zu essen, um die Bakterien-Vielfalt im Mikrobiom zu erhöhen und so die (Darm-)Gesundheit zu fördern. Seine 4 K’s sind dabei ein guter Anfang, denn sie alle lassen sich relativ einfach selbst herstellen. Und ist man erstmal angefixt … tja, dann kommt man recht schnell auf den Geschmack.
Eine kleine, unkomplizierte Anleitung für Milchkefir
Ich bin bestimmt kein Profi, aber ich finde, mein Milchkefir schmeckt gut! Daher kann es ja nicht sooo falsch sein, was ich da mache:
- Bei jedem frischen Ansatz gebe ich meine Kultur (mein Knöllchen hat derzeit einen Durchmesser von etwa 1,5 – 2 cm) in ein Schraubglas mit Deckel (etwa 400 ml Volumen) und fülle mit Kuhmilch aus dem Kühlschrank auf (meist gebe ich etwa 200 – 250 ml dazu).
- Zum Fermentieren lasse ich den Ansatz mit Deckel verschlossen bei Raumtemperatur stehen (in der Küche) – nach 1,5 – 2 Tagen ist die Milch dickgelegt (sie wabbelt im Glas, wenn man es leicht schwenkt).
- Dann nehme ich die Knöllchen mit einem sauberen Löffel aus der Milch (sie schwimmen oben) und gebe sie ohne Abspülen in ein neues Glas. Milch dazu und weiter geht’s mit Fermentieren.
- Ich verwende pasteurisierte bzw. ESL-Milch. Einmal habe ich es mit Rohmilch probiert, aber da diese bei Raumtemperatur recht schnell kippt, war das kein guter Versuch. Danach waren die Knöllchen sogar ziemlich beleidigt und es brauchte drei Ansätze, bis sie wieder richtig aktiv waren.
- Den fertigen Kefir rühre ich durch. Er kann sofort getrunken werden, ich finde ihn aber besser, wenn er gut durchgekühlt ist. Daher kommt er in den Kühlschrank, bis ich Lust auf ihn habe. Im Kühlschrank hält er mehrere Tage – er säuert noch ein wenig nach während der Lagerung.
- Kefir kann auch Pause machen, ganz unkompliziert: Einfach den frischen Ansatz in den Kühlschrank stellen! Ich hatte ihn schon 5 Tage am Stück in der Kühlung, danach fermentierten die Knöllchen weiter, als wäre nix gewesen. Offenbar halten sie das sogar mehrere Wochen aus, wobei es danach sein kann, dass die ersten Ansätze ein wenig länger brauchen.
- Ich habe auch schon ausprobiert, Hafer- und Sojamilch zu fermentieren. Das geht, allerdings nur in begrenztem Ausmaß. Nach jeder pflanzlichen Fermentationsrunde braucht der Milchkefir wieder mindestens 2 oder 3 Kuhmilch-Runden, damit er das unbeschadet übersteht.
So, das ist es und nicht mehr. Meist genieße ich den Kefir pur, manchmal mit einem Löffel Leinöl oder ich mache einen Obst-Shake daraus. Ihr könnt ihn aber auch ganz anders verwerten, vielleicht so?
Karfiol-Dattel-Salat mit Kefirdressing
In diesem einfachen Gericht treffen sich zwei meiner derzeitigen Lieb- und Leidenschaften aus kulinarischer Sicht: Karfiol – ihn knabbere ich roh zwischendurch, von früh bis spät, und ein Kopf hält sich bei mir keine zwei Tage – und mein selbst gemachter Kefir. Gemischt mit Datteln und Walnüssen ein hervorragender Salat irgendwo zwischen erfrischend und sättigend, süß und säuerlich, weich und knackig. Die Idee dazu fand ich im Geschmacksthesaurus Band 2 von Niki Segnit – ihre Bücher sind eine wahre Fundgrube!
Zutaten für 4 Portionen
Für den Salat
1 Karfiol-Kopf
1 Handvoll Walnüsse und / oder Pekannüsse
6 Medjool-Datteln
Für das Dressing
¼ l Kefir
2 EL Olivenöl
1 – 2 TL Ahornsirup
½ TL Senf
Saft von 1 Zitrone
Salz, Pfeffer
Zum Garnieren
grob gehackte Nüsse
Zitronenscheiben
1. Karfiol von den Blättern befreien und in kleine Röschen teilen. Walnüsse bzw. Pekannüsse grob hacken. Die Datteln in Ringe schneiden.
2. Die Zutaten für das Dressing in ein hohes Gefäß geben und gut miteinander verquirlen.
3. Salatzutaten und Dressing vermengen und 10 Minuten ziehen lassen.
4. Salat auf Tellern anrichten, mit Nüssen bestreuen und mit Zitronenscheiben garniert servieren.
Recht viele Kefir-Rezepte haben es bisher noch nicht auf den Blog geschafft, aber zwei, immerhin:
Ein Hoch auf unsere Leidenschaften!
Maria









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