Mittwoch, 25. November 2020

Katharina, hilf!


Der heutige Gedenktag der Heiligen Katharina markiert traditionell in vielen Familien den Beginn der Weihnachtsbäckerei. Das ist zum einen nachvollziehbar, denn Katharina ist – unter anderem – eine Schutzpatronin der Bäcker. Außerdem der Ehefrauen. Also auch der backenden Ehefrauen und das wiederum interpretiere ich als Freifahrtschein für exzessives Keksebacken (nur, falls ihr eine Argumentationshilfe braucht für nörgelnde Ehemänner oder so …).

Zum anderen ist es auch ziemlich schlau, jetzt damit zu beginnen. Ihr habt den ganzen Advent über knuspriges Backwerk parat, könnt diese Zeit so richtig genießen und dann, wenn eh keiner mehr Kekse sehen will oder kann, nämlich am Heiligen Abend, stellt ihr mit einem locker daher geflöteten Das sind die letzten …! einen hübsch arrangierten Teller auf den Tisch, der sich bestimmt rasch leeren wird. Platz für Neues ist geschaffen – verbunden mit dem guten Gefühl, nicht noch tage- oder wochenlang kulinarische Altlasten mit sich herumschleppen zu müssen.

Heute stelle ich euch meinen Keksteller 2018 vor … Sieben Sorten Weihnachtsglück, allesamt empfehlenswert. Mein Liebling aus diesem Jahr: die Süßen Tannen.

Happy Baking! 


Roggen-Christkindlein

Diese nicht zu süßen, vollkornigen Kekse habe ich mir bei Heidi abgeguckt. Ihre Idee für eine salzige Version mit Kräutern und geriebenem Käse anstelle des Zuckers merke ich mir auf alle Fälle vor!

Zutaten für 2 – 3 Bleche

Für den Teig
125 g Butter, zimmerwarm
125 g Frischkäse, zimmerwarm
150 g feiner Braunzucker (falls nur grober zur Hand, diesen eventuell in der elektrischen Kaffeemühle pulverisieren)
140 g Roggenmehl R960
140 g Weizenvollkornmehl
1 Prise Salz

Zum Bestäuben
Staubzucker

1. Butter in einer Schüssel mit dem Handmixer cremig schlagen, danach den Frischkäse zugeben und gut aufschlagen. Zucker zugeben und einarbeiten.

2. Das Mehl mit dem Salz vermengen und darüber sieben. Kurz einrühren, gerade so lange, bis die Zutaten gut vermischt sind. Teig zu einer Kugel formen, leicht flach drücken und in Frischhaltefolie wickeln. Etwa eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

3. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

4. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 4 - 5 mm dick ausrollen und Kekse ausstechen. Auf mit Backpapier ausgelegten Blechen verteilen und nacheinander im vorgeheizten Rohr etwa 8 Minuten hell backen.

5. Aus dem Ofen nehmen, kurz überkühlen und dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

6. Mit Staubzucker bestäuben.

Nach einem Rezept für Swedish Rye Cookies von Heidi.


Schokoladen-Spritzgebäck


Diese Kekse brauchen starke Arme – und einen starken Spritzsack. Aber es lohnt sich, glaubt mir …

Zutaten für 2 – 3 Bleche

Für den Teig
180 g weiche Butter
100 g Staubzucker
1 TL Vanillezucker
2 Eier
2 cl Rum
1 Prise Zimt
1 Prise Salz
200 g Mehl
½ TL Backpulver
30 g Kakaopulver
130 g gemahlene Haselnüsse

Zum Verzieren
ganze Mandeln
dunkle Schokoladenglasur (Grundrezept für Schokoladeglasur ganz am Ende des Beitrags)
gehackte Pistazien
getrocknete Hagebutten, grob zerkleinert (das geht am besten mit einer elektrischen Kaffeemühle)

1. Das Backrohr auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Butter, Staubzucker und Vanillezucker hell schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren.

3. Die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.

4. Den Teig in einen Spritzsack mit Sterntülle füllen und kleine Ringe auf mit Backpapier ausgelegte Bleche dressieren – den Teig sofort verarbeiten, weil er schnell anzieht und das Dressieren dann fast nicht mehr möglich ist.

5. In die Mitte jedes Ringes eine ganze Mandel setzen.

6. Nacheinander im vorgeheizten Backrohr etwa 8 – 10 Minuten nicht zu dunkel backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

7. Die Kekse zur Hälfte in flüssige dunkle Schokoglasur tauchen, gut abtropfen lassen und auf Backpapier legen. Mit gehackten Pistazien und Hagebuttenstückchen bestreuen und trocknen lassen.

Das Rezept für Schokoladenspritzgebäck stammt von Ingrid Pernkopf.


Vanillekipferl aus der Model


Ein sehr feines Vanillekipferl-Rezept mit Model-Qualitäten. Wobei ich zugeben muss, dass ich ungefähr bei der Hälfte des Teiges auf herkömmliche manuelle Kipferlproduktion umgestellt hab – das geht einfach doch ein bisserl schneller.

Zutaten für etwa 40 Stück (2 Bleche)

Für den Teig
250 g Mehl
70 g Staubzucker
100 g geriebene und geröstete Walnüsse
200 g Butter
1 Ei

Zum Wälzen
150 g Staubzucker
4 EL Vanillezucker

1. Alle Teigzutaten zu einem Mürbteig verkneten. Eine Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln. Den Teig 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

2. Das Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Kipferlmodel bemehlen und den Teig portionsweise hineindrücken. Die Oberfläche glatt streichen. Mit einem beherzten Schlag auf die Arbeitsfläche oder gleich auf das mit Backpapier ausgelegte Blech fallen lassen. Wer kein Kipferlmodel zur Hand hat, formt eine etwa 40 cm lange Rolle und schneidet Stücke von etwa 1 cm ab. Die Stücke von Hand zu Kipferln formen und auf den Blechen verteilen.

4. Im vorheizten Rohr nacheinander etwa 15 Minuten backen.

5. Währenddessen Staubzucker und Vanillezucker in einer flachen Schüssel vermischen.

6. Die Kipferl aus dem Ofen nehmen und ganz kurz überkühlen lassen. Noch warm vorsichtig im Staubzuckergemisch wälzen.

Ein Rezept aus dem Koch & Back Journal, dem ich noch ein Ei hinzugefügt habe.


Kokoskuppeln


Dieses Rezept stammt von einer meiner Lieblingsfreundinnen aus frühen Teenager-Tagen. Wir sehen uns immer noch, wenn auch nicht mehr allzu oft – trotzdem ist es jedes Mal so, als würden wir uns in aller Regelmäßigkeit zum Frühstück treffen.
Die Kokoskuppeln mögen es eher kühl, denn sonst ist die Kakaocreme ziemlich weich.

Zutaten für etwa 25 – 30 Stück

Für die Kokosmasse
4 Eiklar
400 g Zucker
1 EL Honig
120 g Mehl
200 g Kokosette
2 EL Semmelbrösel

Für die Kakaocreme
300 g weiche Butter
4 EL Zucker
3 EL Kakaopulver
1 EL Rum

Außerdem
Waffelblätter
200 g Schokoladenglasur (Grundrezept für Schokoladeglasur ganz am Ende des Beitrags)

1. Eiklar, Zucker und Honig unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Auskühlen lassen.

2. Das Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Mehl, Kokosette und Semmelbrösel zur Eiklar-Zucker-Mischung geben und unterrühren.

4. Ein mittelgroßes Blech (etwa 25 x 30 cm) mit Backpapier auslegen und die Kokosmasse 1 cm dick aufstreichen. Im vorgeheizten Rohr etwa 25 – 30 Minuten backen, danach herausnehmen und abkühlen lassen.

5. Für die Kakaocreme die weiche Butter mit den restlichen Zutaten flaumig rühren.

6. Aus der Kokosmasse und den Waffelblättern Kreise von gewünschter Größe ausstechen – mein Ausstecher hatte einen Durchmesser von etwa 4 cm. Nun werden Waffelblätter und Kokosmasse mit der Kakaocreme zusammengesetzt – dabei ruhig großzügig mit der Creme sein, sie sollte etwa 1 cm hoch sein. Rundherum glatt verstreichen.

7. Die gefüllten Kuppeln für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank geben, damit die Creme anziehen kann.

8. Die Schokoladenglasur schmelzen. Die untere Hälfte der Kokoskuppeln in die Glasur tauchen (Waffelblätter und Creme sollten nicht mehr sichtbar sein), gut abtropfen lassen, auf Backpapier setzen und trocknen lassen.


Süße Tannen


Meine Favoriten 2018, sooo gut. Für die Dekoration habe ich kandierte Orangenschale verwendet, die ich von einer lieben Blogleserin aus der Schweiz geschenkt bekam – sie sehen auf den Keksen aus wie kleine Weihnachtskugeln …

Zutaten für etwa 2 Bleche

Für den Tannenzucker
frische Nadeln von Tanne oder Fichte
etwa die gleiche Menge grober Kristallzucker

Für den Teig
250 g Mehl
100 g Zucker
125 g kalte Butter
2 Dotter
1 TL abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz

Für die Glasur
100 g Staubzucker
2 – 3 TL Zitronensaft

Außerdem
kandierte Orangenschale (huhu, Bea, das war deine!)

1. Den Tannenzucker 1 bis 2 Tage vor dem Keksebacken vorbereiten: Tannen- oder Fichtennadeln mit Kristallzucker in der elektrischen Kaffeemühle grob zerkleinern. Auf Backpapier geben, trocknen lassen und dann grob zerbröseln.

2. Die Teigzutaten zu einem glatten Mürbteig verkneten und in Frischhaltefolie wickeln. 2 Stunden oder auch über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.

3. Das Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

4. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche 3 – 4 mm dick ausrollen und Tannen ausstechen. Auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Im vorgeheizten Rohr nacheinander 10 – 12 Minuten backen. Herausnehmen, überkühlen und dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

5. Kandierte Orangenschale in Würfelchen schneiden.

6. Staubzucker sieben und mit Zitronensaft zu einer dickflüssigen Glasur anrühren. Die Kekse damit bestreichen (zum Beispiel mit Hilfe eines kleinen Löffels) und mit Tannenzucker und kandierter Orangenschale bestreuen. Trocknen lassen.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, woher ich dieses Rezept habe … Aber ich glaube, es stammt aus dem Wildpflanzenmagazin.



Ahornsirup-Kekse


Es ist ein Wunder, dass es diese Kekse überhaupt gab! Denn allein der rohe Teig war schon so unwiderstehlich, dass ich mich schwer zurückhalten musste …

Zutaten für etwa 1 Blech

Für den Teig
125 g weiche Butter
½ TL Vanilleextrakt
100 g Ahornsirup
100 g Mehl
40 g Reismehl

Zum Bestäuben
Staubzucker

1. Das Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Butter mit Vanilleextrakt und Ahornsirup cremig rühren. Mehl und Reismehl zugeben und zu einem glatten Teig verrühren.

3. Den Teig in einen Spritzsack mit Sterntülle füllen und kleine Krapferl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech dressieren.

4. Im vorgeheizten Rohr etwa 12 - 15 Minuten backen.

5. Aus dem Rohr nehmen, überkühlen und dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

6. Leicht mit Staubzucker bestäuben.

Ein Rezept von Emma.


Dirndl-Haselnuss-Blattln


Diese köstlichen, fruchtigen Blattln werden nach dem Zusammensetzen durch die Marmelade wunderbar weich. Die Staubzucker-Dekoration sieht vielleicht aufwändig aus, es braucht aber lediglich eine hübsche Schablone und ein paar Sekunden Zeit.

Zutaten für etwa 40 Stück

Für den Teig
200 g geriebene Haselnüsse
140 g Staubzucker
140 g Mehl
1 EL Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
1 Messerspitze Muskatnuss
½ TL Zimt
1 Prise Salz
120 g kalte Butter
2 kleine Dotter

Zum Füllen
200 g Dirndlmarmelade

Zum Verzieren
Staubzucker

1. Aus den Teigzutaten einen glatten Mürbteig zubereiten, daraus 2 Kugeln formen und diese etwas flach drücken. In Frischhaltefolie wickeln und etwa 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

2. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Dann auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen. Beliebige Formen, beispielsweise Quadrate mit gewelltem Rand, ausstechen, auf mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen und nacheinander im vorgeheizten Ofen 8 – 10 Minuten backen.

4. Aus dem Ofen nehmen, überkühlen und dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

5. Je zwei Blattln mit leicht erwärmter und glatt gerührter Dirndlmarmelade zusammensetzen.

6. Zum Verzieren eine Schablone auf die Kekse legen und Staubzucker gleichmäßig darüber streuen. Die Schablone vorsichtig abheben.

Ein Rezept von Gabriele Halper, gelesen vor Jahren im Magazin Wienerin kocht.


Und hier kommt noch das Grundrezept für die Schokoladenglasur:

100 g helle oder dunkle Kuvertüre oder Schokolade bei milder Hitze über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Sie soll nicht zu heiß werden. 5 – 10 g Kokosfett oder Butter darin schmelzen und gut einrühren.

7 Kommentare:

  1. Oh...Wow... Die sehen alle wunderhübsch aus. Das Rezept für die Ahornsirupkekse ist auf der To-Do-Liste gleich auf einer Spitzenposition gelandet. :-)

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  2. na, du legst uns was vor... und ein Keks schöner und verlockender als das andere!!
    Kathrein stellt das Tanzen ein, heißt es ja. Keksbacken bietet sich heuer noch mehr an als sonst, ich denke zumindest schon dran ;-)
    lg

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    1. Ich auch ;-)
      Wobei... Wer soll heuer die ganzen Kekse essen? Mit Social Distancing ja auch nicht so leicht... :-/

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  3. Du Brave bäckst tatsächlich Weihnachtskekse!
    Drei Kinder, ein Mann, ein Hund - wann genau schläfst du?

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    1. Zwischen eins und sechs - und das GANZE WOCHENENDE ;-)))
      Alles Liebe!

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  4. Einen wundervoll verlockenden Plätzchenteller präsentiert du uns hier, hab ♥lichen Dank. So viele leckere Plätzchen, am liebsten würde ich von jeder Sorte eins probieren.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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