Pizza Margherita mit Tomatenblättern im Teig? Richtig gehört! Das fein gehackte Grün der Tomatenpflanze gibt dieser Pizza das Tüpfelchen auf dem i!
Na wenn das kein Grund für eine Rettung ist … Pizza geht schließlich immer! Und sollte auf alle Fälle selbst gemacht sein – meint meine allerliebste Kinderschar. Für sie hat das vor allem mit ihren Geschmacksvorlieben zu tun (und sicher auch mit der großen Portion Liebe, mit der für sie gebacken wird) – für mich hat es aber noch ganz andere Gründe: Schaut euch doch einmal so eine Pizzaschachtel an. Nicht genau, weil über ausufernde Zutatenlisten rede ich hier ja gar nicht mehr. Nein, eher aus der Ferne. Da lese ich von Backtradition, natürlichem Geschmack (Wow!), der Freiheit von Aromen und 100 % Edelsalami, was immer das auch sein mag. Aber Informationen über die Herkunft der Zutaten? Über Haltungsbedingungen, Anbaumethoden, Nachhaltigkeit? Tja: Fehlanzeige. Und ihr ahnt oder wisst es bestimmt: Wo wirklich relevante Produkteigenschaften wie etwa die Herkunft und Qualität der Zutaten nicht marketingtechnisch ausgenützt werden, sondern stillhaltend von den Packungen geschwiegen wird, da ist Argwohn ein guter Berater. Ihr erinnert euch noch an den Pferdefleischskandal? Genau.
Pizza Margherita mit Tomatenblätter-Teig
Eine gute, knusprige Margherita gehört zu den Ess-Lieblingen meiner Kinder. Diese hier wird mit Tomatenblätterteig gemacht. Also nicht mit Tomaten-Blätterteig, sondern mit Tomatenblätter-Teig! Es versteckt sich nämlich fein gehacktes Grün von der Tomatenpflanze darin*. Das wirkt sich zwar geschmacklich nicht unbedingt aus, aber ich mag die Idee. Genau wie diese Pizza!!!
Zutaten für 4 Pizzen
Für den Tomatenblätter-Teig
300 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
450 g Pizzamehl (Type 00)
20 g Germ oder 1 Packerl Trockenhefe
3 EL Olivenöl
1 Handvoll frische Tomatenblätter
Für die Tomatensauce
600 g Tomaten
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 Handvoll frische Basilikumblätter
4 - 5 frische Tomatenblätter
Zum Belegen und Beträufeln
325 g Mozzarella (ich hatte eine normale und eine Maxi-Kugel, daher diese eher komische Gewichtsangabe)
Olivenöl
Zum Servieren
frische Basilikumblätter
Fleur de Sel
1. Alle Zutaten für den Pizzateig bis auf die Tomatenblätter in die Rührschüssel der Küchenmaschine einwiegen. Auf langsamer bis mittlerer Stufe mit dem Knethaken 5 – 10 Minuten zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten. Währenddessen die Tomatenblätter klein hacken. Gegen Ende des Knetvorganges die Tomatenblätter noch einarbeiten. Den Teig abdecken und bei Raumtemperatur 1 – 2 Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
2. Währenddessen die Tomatensauce zubereiten. Dafür die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und würfelig schneiden. (Puristen häuten sie vorher, aber dafür bin ich meist zu faul, obwohl ich mich im Nachhinein hin und wieder darüber ärgere.) Zwiebel und Knoblauch fein hacken und beides in Olivenöl bei mittlerer Hitze anschwitzen. Die Tomatenwürfel dazugeben, aufkochen und leicht köchelnd zur gewünschten Konsistenz eindicken lassen. Dabei immer wieder umrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und zum Schluss die fein gehackten Basilikum- und Tomatenblätter unterrühren.
3. Den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
4. Mozzarella in Scheiben schneiden.
5. Den aufgegangenen Pizzateig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und vierteln. Jedes Teigstück rund schleifen und unter einem Küchentuch 10 Minuten entspannen lassen.
6. Die Teigkugeln rund ausrollen und auf die vorbereiteten Bleche legen. Mit Tomatensauce bestreichen und mit Mozzarella belegen.
7. Den Teigrand mit Olivenöl bestreichen und außerdem noch etwas Olivenöl über die Pizzen träufeln.
8. Die Pizzen nacheinander im vorgeheizten Rohr etwa 8 – 10 Minuten knusprig backen.
9. Aus dem Ofen nehmen, mit Basilikum belegen, mit etwas Fleur de Sel bestreuen und servieren.
Die Tomatenblätter-Idee habe ich bei Brooke entdeckt.
Und wer rettet mit? Diesmal sind das:
- Brittas Kochbuch - Pizza Pasta
- Barbaras Spielwiese - Tiefkühlpizza selbstgemacht
- Cakes, Cookies and more - Pizza mit gebackener Tomatensauce
- Turbohausfrau - Pizza bianca mit Käse
- Brotwein - Pizza diavolo - scharfe Salamipizza
- Madame Rote Rübe - Knusprige American-Vollkorn-Pizza mit Mozzarella-Käserand
- Brigittas Kulinarium - Pinsa romana
- lieberlecker - Pizza Miss
- Anna Antonia - Pizza International
- PaneBistecca - Raviolo Pizza
- BackeBackeKuchen - Dinkel-Calzone mit Spinat-Camembert-Füllung
- CorumBlog 2.0 - Pizza mit Rhabarber und mehr
- evchenkocht - BBQ Chicken Pizza-Sonne
- genial lecker - Familienpizza
- Bonjour Alsace - Pizza tonno e cipolle
- 1 x umrühren bitte aka kochtopf - Pizza mit Zucchini & Chorizo
- our food creations - Pizza Piccolini Bianca
- katha-kocht! - Salami-Schinken-Pizza mit Artischocken und Oliven








Welch gute Idee mit den Tomatenblaettern! Das schmeckt sicher echt super!
AntwortenLöschenLG Wilma / Pane-Bistecca
Geschmacklich ist es wohl eher die Idee, die zählt, aber trotzdem mag ichs sehr :-)
LöschenDas war mein erster Gedanke, Tomatenblätter sind doch giftig, aber wie wahr, die Dosis macht das Gift und jetzt bin ich neugierig. Ach, stimmt ja gar nicht, es war bestimmt erst der dritte Gedanke, denn mein erster Gedanke war, ist das ein tolles Einstiegsbild - voller Atmosphäre. Und der zweite, jetzt ist das Geheimnis um den Tomatenblätterteig gelüftet.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Sigrid
Du bist lieb :-)
LöschenAlles Liebe!
Eine tolle kreative Idee! Dein Rezept für den Teig habe ich mir jetzt direkt gemerkt und werde ich demnächst mal ausprobieren.
AntwortenLöschenLiebe Grüsse
Tamara
Das freut mich Tamara!
LöschenLiebe Grüße!
bin verblüfft über die Paradeisblätter, wieder was gelernt bei dir!!
AntwortenLöschenTolle Pizza, lg
Jaja, ich bin auch immer noch am Lernen, das hört nie auf ;-)
LöschenAch, ich möchte auch so eine Pizza retten. Ist mir aber noch nie so richtig gelungen. Vielleicht probiere ich es nochmal mit deinem Rezept...
AntwortenLöschenDas würd mich freuen ... Liebe Grüße!
LöschenDeine Pizza beweist auch, wie schön und einfach es ist, Pizza selber zu machen. Klasse!
AntwortenLöschenDein Tomatenblätter-Teig gefällt mir gut, den probiere ich mal aus.
Tomatenblätter kann man essen? Ich staune! Das war mir so gar nicht klar. Danke fürs Michwiederklügermachen!
AntwortenLöschenAber bitte, immer wieder gern ... Bis vor kurzem hätte ich auch nicht mal daran gedacht ;-)))
LöschenOh super Idee, ich muss ja meine Tomaten immer Ausgeizen, die kann ich gleich in den Teig geben. Und deine Pizza, mmmmh!
AntwortenLöschenGenau!!! :-D
LöschenAlles Liebe!
Ich bin voll darauf hereingefallen! Pizza mit Blätterteig? Geht gar nicht, dachte ich erst. Aber Lesen bildet und so weiss ich jetzt, wie das eben doch geht :-)
AntwortenLöschenLiebe Grüsse aus Zürich,
Andy
Haha, so ist es - wer liest, ist klar im Vorteil ;-)
LöschenAlles Liebe in die Schweiz!!!
Dass deine Kinder keine andere Pizza mehr wollen, ist absolut verständlich - niemals sieht eine gekaufte soooo gut aus! Die Idee mit den Tomatenblättern muss ich mir echt merken! Sehr cool!
AntwortenLöschenLiebe Grüße,
Eva
Ja, beim Thema Pizza hab ich mich echt durchgesetzt ... Erstaunlich ;-)))
LöschenIch gehe gleich mal an meine Tomatenpflanzen und klaue ein Blättchen. Ich mag den Geruch von Tomatenblättern. Es werden ja auch deshalb Tomaten mit Stiel verkauft, weil diese dann viel tomatiger riechen.
AntwortenLöschenSchöne, klassische Pizza!!
Liebe Grüße, Sus
Ich mag den Duft auch sehr ... :-)
LöschenAlles Liebe!
Jetzt weiss ich endlich, für was die ausgegeizten Blätter unsrer Tomatenpflanzen zu gebrauchen sind. Rezept gleich abgespeichert.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Andrea
Genau :-) Das freut mich!
LöschenDas hört sich ja interessant an. Auf die Idee Tomatenblätter in den Teig zu kneten wäre ich nicht gekommen. Mal sehen, ob sich zum ausprobieren dieses Jahr noch Tomaten auf den Balkon "verirren" - bin spät dran... Lieben Gruß Sylvia
AntwortenLöschenAber noch nicht zu spät, liebe Sylvia :-)
LöschenDein Tomatenblätterteig hört sich wirklich köstlich an, muss ich unbedingt ausprobieren. Danke fürs Rezept und liebe Grüße, Julia
AntwortenLöschenSehr gern, liebe Julia :-)
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