Posts mit dem Label Mohn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mohn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 27. November 2024

Ich fühl‘s auch:
Geliebter Kleckerkuchen

Zwei Stücke Kleckerkuchen auf einem kleinen Teller, der von einem Mädchen in einem roten Kleid gehalten wird.
Rezept für einen bunten und köstlichen Kuchen aus zartem Hefeteig und Klecksen aus Mohn, Topfen und Marmelade – getoppt mit Streuseln!
Die Jugend von heute, sie ist enorm gefühlig. Frag so Sachen wie Warum hast du dies oder jenes gemacht, dann kannst du mit folgender Antwort rechnen: Weil ich‘s gefühlt hab. War dieses Jahr ganz schlimm bei GNTM (das ich mir mit dem Minimädel anschauen musste … fragt nicht, es ist so ein Mutter-Tochter-Zwiespalt-Ding):

Freitag, 21. Juni 2024

Neunerlei:
Mamas gebackene Mäuse

Mamas gebackene Mäuse in einer blau-weiß bemalten Schüssel, daneben sind Staubzucker und Mohncreme in Schüsseln angerichtet.
Mamas gebackene Mäuse werden – ganz in Mühlviertler Tradition – dick mit Mohncreme bestrichen und mit Staubzucker bestreut: ein Kindheitstraum. Ein traditionelles Rezept aus der Familienküche.
Neunerlei Krapfen soll man backen zur Sommersonnenwende und in neunerlei Feuer soll man schauen, dann bleibt man im kommenden Jahr gesund. Hm, ok, das wird irgendwie … schwierig. Dann fang ich mal mit einem Krapfen an und mit einem Sonnwendfeuer. Es wird schon reichen.

Montag, 12. Februar 2024

Kinderglück:
Bunter Zitronen-Mohn-Kuchen mit Apfel

Runde Kuchenstücke mit Zitronenglasur und Zuckerstreuseln auf einem Holzbrett. Dazwischen liegen Zitronenscheiben.
Ein Blechkuchen mit Zitrone, Mohn und Apfel schmeckt der ganzen Familie. Mit Zuckerguss und bunten Streuseln obendrauf sowieso! So gut! ♥
Der Fasching befindet sich auf der Zielgeraden. Groß & Klein in Feierlaune, wir dürfen ausgelassen sein, alterslos oder kindisch, ganz wie wir möchten. Die Kinder verkleiden sich als Alte, die Alten als Babys. Jeder mit jedem auf Augenhöhe und alle sind irgendwie gleich.

Mittwoch, 24. März 2021

Gute Entscheidung:
Mohnkuchen mit Rum und Orangenmarmelade

Rezept für einen feinen, veganen Mohnkuchen mit Rum und Orangenmarmelade - schnell gemacht und absolut köstlich!
Die Entscheidung für einen add free Blog und gegen die werbliche Zusammenarbeit mit Herstellern aller Art habe ich bewusst getroffen und nie bereut. Bis auf Buchvorstellungen und ganz, ganz wenige, handverlesene Ausnahmen ist Das Mädel vom Land werbefrei und das soll auch so bleiben. Angebote gibt es dennoch zu Genüge und da wundere ich mich manchmal schon: Da werden sogar ganze Blogbeiträge plus Fotomaterial zur Verfügung gestellt, inklusive Rundum-Sorglos-Paket, denn die Beiträge werden maßgeschneidert geliefert und an den Blogstil angepasst. Boah! Echt jetzt? So ganz unverblümt? Sowas finde ich schon ziemlich dreist. Und lässt in mir die Frage aufkommen, was im Blogiversum denn tatsächlich (noch) echt ist und was (bereits) fake …

Samstag, 15. Februar 2020

Rezension:
Die fette Henne kocht

Kochbuchrezension: Die fette Henne kocht - mit einem Rezept für Klare Suppe mit Mohnschöberln.
[Jaja, na gut, das ist wohl WERBUNG*]

Ein Phänomen ist das, wie das Husten-Schnupfen-Heiserkeit-Grippe-Fieber-Hamsterrad sich dreht. Einer steckt sich beim anderen an und ist der letzte halbwegs genesen, geht es beim ersten wieder los. Aktuell ist die Lage in meiner Familie zum guten Teil entspannt und auch das Corona-Virus hat uns verschont. Immerhin.

Längst überfällig ist dieser Beitrag hier. Ich stelle euch heute ein Buch vor, dessen Titel allein mich schon so anlacht, dass ich fröhlich werde, wenn ich es zur Hand nehme: Die fette Henne kocht. Und dann erst die Geschichte dahinter! Die fette Henne, das ist ein alter Brauch aus dem deutschen Raum, bei dem es darum geht, frisch gebackene Familien in der ersten Zeit nach der Geburt eines Kindes mit selbst gekochtem, nahrhaftem Essen zu versorgen – und zwar ohne richtigen Besuch und ohne Babyguckerei. Das Essen wird einfach mit einem lieben Gruß – Die fette Henne war da! - vor die Tür gestellt. Und schon ist man wieder weg – und wartet geduldig auf die Zeit, in der sich die junge Familie in der neuen Konstellation soweit eingespielt hat, dass sie Besuch entspannt empfangen kann. Ach, ich finde diese Idee einfach großartig.


Ich kann mich noch sehr gut an die ersten Stunden und Tage nach der Geburt meiner Kinder erinnern. Am liebsten hätte ich mich mit jedem einzelnen von ihnen in eine Höhle zurückgezogen, mich dort mit ihnen eingekuschelt und diese wertvolle, so intensive Zeit einfach nur gefühlt und gelebt. Aber nun, so war und ist es nicht. Die restliche Familie will versorgt werden, Freunde kündigen sich an, das Baby will – natürlich! – bestaunt und beschenkt werden. Das ist auch schön – aber erholsam ist es nicht.

Wie wäre es dann wenigstens, würde der Kuchen für die Mädelsrunde von einer fetten Henne gebacken? Oder die stärkende Gemüsesuppe von ihr gekocht? Es gibt so viele Möglichkeiten, einer lieben Freundin, Schwester oder Verwandten kochend – und damit helfend – unter die Arme zu greifen. Genau darum geht es in diesem Buch.


Ich habe mich sehr gefreut, als mich meine treue Blogleserin Elisabeth (die, nebenbei erwähnt, ganz wunderbare Etageren aus alten Tellern und Tassen zaubert …) angeschrieben hat, um mich auf das Buch ihrer Schwester Doris aufmerksam zu machen. Doris Freudenthaler kam während ihrer Doula-Ausbildung und den darauffolgenden Wochenbettbegleitungen auf die Idee, ein Kochbuch zu schreiben. Die Idee reifte weiter, als sie selbst Mutter zweier Kinder wurde – und sich statt Babystrampler und Schmusetuch kraftspendendes Essen von ihren Lieben wünschte. Sie sammelte Rezepte, teilte sie mit ihren Freunden – und stieß schließlich auf die fast vergessene Tradition der fetten Henne.


Gemeinsam mit ihrer Freundin Vera Brlica, die für die vielen bunten, humor- und liebevollen Illustrationen verantwortlich zeichnet, hat sie das Buch nun im Eigenverlag herausgebracht (was für sich allein genommen schon eine Wahnsinns-Leistung ist …). Mir gefällt die professionelle Aufmachung, das Cover, die Bilder – man spürt schlicht das Herzblut, mit dem dieses Projekt umgesetzt wurde.

Die Einführung ist kurz und knackig formuliert und nach einigen grundlegenden Informationen über das Wochenbett und was es in diesem Zusammenhang über das Essen und Trinken zu wissen gibt, geht es auch schon los mit den Rezepten. Diese sind in die klassischen Kategorien wie Suppen, Salate oder Hauptspeisen unterteilt plus Extrakapitel wie Erdäpfelgerichte oder Süße Kraftspender. Alle Rezepte (etwa 80 an der Zahl und zum überwiegenden Teil vegetarisch) sind darauf ausgelegt, die frisch gebackene Mama zu nähren, zu stärken und mit allen Sinnen zu verwöhnen – so gibt es beispielsweise auch alkoholfreie Cocktails zum Anstoßen oder Schokobananen mit einem Hauch Goldpuder zu entdecken.



Mein Lieblingsrezept:

Gemüse-Kraftsuppe mit Mohnschöberl


Die Suppe wird mit Bockshornklee aromatisiert, einem leicht bitter schmeckenden Gewürz, das milchbildend wirken kann. Wie durch ein Wunder (und warum auch immer!?) habe ich gemahlene Bockshornkleesamen in meiner Gewürzlade gefunden. Perfekt! Die Suppe wird durch das lange Köcheln kräftig und intensiv im Geschmack. Und dann noch die Mohnschöberl dazu – in Blumenform gebacken! Eine echte Empfehlung.

Zutaten

Für die Suppe
1 Zwiebel, klein gehackt (ich habe die Zwiebel lediglich ungeschält geachtelt)
1 Stück frische Ingwerwurzel (etwa 2 cm), ungeschält in Scheiben geschnitten
3 EL Olivenöl
1 TL Senfkörner
3 Lorbeerblätter
1 Zitronenscheibe
3 Wacholderbeeren
1 EL Thymianblättchen
1 EL Bockshornkleesamen (ich habe 1 TL gemahlene Bockshornkleesamen verwendet)
1 Stück frische Kurkumawurzel (ungeschält klein gewürfelt; oder 1 TL Kurkumapulver)
1 kg Saisongemüse (ich habe orange und gelbe Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzel, Petersiliengrün, Lauch, Sellerie und Fenchelknolle verwendet), geputzt und grob zerkleinert
3 l Wasser
Salz
Pfeffer

Für die Mohnschöberl
2 Eier
1 Prise Salz
45 g Mehl
30 g (2 EL) Mohn

Zum Bestreuen
Schnittlauch oder Petersilie

1. In einem großen Topf Zwiebel und Ingwer in Olivenöl kurz anrösten.

2. Senfkörner, Lorbeerblätter, Zitronenscheibe, Wacholderbeeren, Thymian, Bockshornkleesamen, Kurkuma sowie das Gemüse zugeben und kurz mitrösten.

3. Mit heißem Wasser ablöschen und aufkochen.

4. Die Suppe etwa 3 Stunden bei geringer Hitze zugedeckt köcheln lassen. Je länger die Suppe köcheln darf, umso besser wird sie!

5. In der Zwischenzeit für die Mohnschöberl das Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eier trennen und das Eiklar mit dem Salz zu steifem Schnee schlagen. Dotter langsam einmengen und dann Mehl und Mohn vorsichtig unterheben. Die Masse in Silikonformen füllen oder in eine rechteckige Form gießen (und später ganz klassisch in Rauten schneiden). Im vorgeheizten Ofen etwa 15 Minuten backen. Etwas überkühlen lassen und dann aus den Formen nehmen.

6. Die Suppe durch ein Sieb abgießen und das Gemüse (bis auf ein paar Karotten) verwerfen. Für die Suppeneinlage schneide ich ein paar der Karotten klein – ja, ich weiß, sie sind zerkocht, aber mir schmeckt das, erinnert mich an die Sonntags-Nudelsuppe bei Oma …

7. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

8. Die heiße Suppe mit den Karottenstücken und den Mohnschöberln anrichten und mit frischer Petersilie oder Schnittlauch bestreuen.
 

Ausprobiert habe ich außerdem bereits die Hirse-Mango-Creme (nach der wir uns die Finger geschleckt haben) und die Mousse au Chocolate mit Avocado und Roten Rüben: Ich sag‘s euch, die Kombination funktioniert wahnsinnig gut – lauter Sachen drin, die ich mag: dunkle Schokolade, Avocados, Bananen, Rote Rüben, Mandeln, Carob … mjam.


Alles in allem: Das Buch war mir von Anfang an sympathisch. Es ist farbenfroh und liebevoll gestaltet und voller herrlicher Ideen – ein echter Schatz für außergewöhnliche, bunte Gerichte, die ohne allzu großen Aufwand umsetzbar sind. Und ob ihr nun einer frisch gebackenen Familie das Buch als wunderbares Willkommensgeschenk zukommen lasst oder direkt Gerichte daraus kocht und vor deren Türe stellt: Beides wird mit Sicherheit mit viel Freude und Dankbarkeit angenommen werden.


Doris Freudenthaler, Vera Brlica, Jörg Goldhalm
Die fette Henne kocht – Rezepte für das Wochenbett
Paperback, 164 Seiten
Das Buch kann derzeit nur direkt bei den Autoren bestellt werden:
www.diefettehenne.at

*Das Buch wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dankeschön!
Montag, 19. Juni 2017

Na Servus:
Meine Mühlviertler Mohnnudeln

Meine Mühlviertler Mohnnudeln - Rezept. 
Nicht, dass ich nicht mit Kindern, Mann, Hund und Haus schon genug um die Ohren hätte … Meldet sich auch noch ein Fernsehteam an, um mich bei der Zubereitung von Mühlviertler Mohnnudeln zu filmen. Na Servus! Beim Lesen der Drehanfrage war mein erster Gedanke: Nein. Woher die Zeit nehmen? Und überhaupt: Ich im Fernsehen? Hilfe! Doch dann kam mir ein Zitat von Nina Ruge in den Sinn (Danke, Erika!): Wo die Angst ist, geht es lang. Und so richtig und wichtig diese Worte sind, so sehr habe ich, im Nachhinein und ganz persönlich betrachtet, von meinem Ja zur Anfrage profitiert.

Montag, 25. Januar 2016

Faszinierende Flesserl:
Mohn- und Sesamflesserl


Als Volksschulkind hatte ich einmal die Gelegenheit, die Backstube der örtlichen Bäckerei zu besuchen. Ich war mit der ganzen Klasse dort und recht beeindruckt von den blank polierten Maschinen, dem vielen Mehl und den riesigen Händen der Bäcker, die dort arbeiteten. Einer von ihnen zeigte uns, wie Mohnflesserl geflochten werden – und seitdem beherrsche ich die Technik im Schlaf. Ich weiß nicht warum, aber die paar einfachen Handgriffe, die für so ein Gebäckstück notwendig sind, haben sich damals ganz tief in meiner Motorik verankert.

Freitag, 20. November 2015

Der innere Zwang, den Mund aufzumachen:
Kamutweckerl mit Kartoffeln und Joghurt


Es ist ein leichtes, in den kleinen Mann verknallt zu sein. Allein beim Essen: Das süße Schnäbelchen, das sich beim ersten Bissen nur zaghaft öffnet und sich dann immer, immer verzieht, egal, wovon er gerade kostet. Das leise Babyschmatzen, das interessierte Schmecken, das insistierende Verlangen nach mehr (oder auch nicht).

Freitag, 3. Juli 2015

Crack mich so oft du willst:
Sommerblütencracker


Das Lieblingslied meines Lieblings-Achtjährigen ist zurzeit: Flash mich von Mark Forster. Er singt es mit Hingabe und Begeisterung, wobei ich mir sicher bin, dass er nicht jede Songzeile genauso versteht, wie sie vermutlich gemeint ist. Genauso wie auch sein noch nicht mal dreijähriger Bruder nicht weiß, was er eigentlich singt, wenn er mit piepsiger Kleinkindstimme Atemlos durch die Nacht vor sich hinträllert. Das Lied ist grad der Renner in der Krippe.

Dienstag, 30. Juni 2015

Das geht auf eine Mühlviertler Kuhhaut:
Mühlviertler Kuhhäute


Meine Mühlviertler Ahnen waren nicht nur mosttrinkende, erdäpfelessende Sturschädel, sie waren auch ganz schön kreative Köpfe, wenn es darum ging, kargen Gerichten aus wenigen, einfachen Zutaten originelle Namen zu geben, die Appetit und Lust aufs Essen machten. Da gab es gebackene Mäuse und Wespennester, Spitzbuben und Wetzsteine, einen Stoppelfuchs, Hasenöhrl, eckige Knödel und falsche Fische, Räuberschedl und Oafischsuppe (eine Suppe, in der ein Eierfisch schwimmt, also eigentlich ein pochiertes Ei).

Mittwoch, 13. März 2013

Mühlviertler Mohnnudeln, so many ways


Warum, frage ich euch, kann es für ein Gericht nicht auch nur ein Rezept geben? Das Rezept, das ultimative? Ein Rezept, bei dem ich weiß, dass es gelingt und dass es mir schmeckt? Dass nichts Besseres mehr kommt?