in dem Wald bei Bayrisch-Moos,
geht ein Wispern und ein Flüstern
in den Tannenbäumen los,
ein Gekicher und Gesumm,
ringsherum.
eine Lärche hört ihr zu.
Eine dicke alte Fichte
sagt verdrießlich: Gebt doch Ruh!
Kerzenlicht und Weihnachtszeit
sind noch weit!
Vierundzwanzig lange Tage
wird gekräuselt und gestutzt
und das Wäldchen ohne Frage
wunderhübsch herausgeputzt.
Wer noch fragt: Wieso? Warum? -
der ist dumm.
Was das Flüstern hier bedeutet,
weiß man selbst im Spatzennest:
Jeder Tannenbaum bereitet
sich nun vor aufs Weihnachtsfest.
Denn ein Tannenbaum zu sein:
Das ist fein!
- Tannengeflüster von James Krüss -
Süße Tannenzapfen
Was für eine schöne dezemberliche Bäckerei, findet ihr nicht auch? Der Germteig wird ohne Butter, dafür mit Haselnüssen zubereitet! Der gebackene Tannenzapfen ist ein traditionelles, jedoch heute kaum mehr gebräuchliches österreichisches Gebildbrot zur Weihnachtszeit.
Zutaten für 8 große oder 16 kleine Zapfen
Für den Teig
500 g griffiges Mehl
½ Würfel frische Hefe oder 1 Packung Trockengerm
100 g brauner Zucker
100 g geriebene Haselnüsse
1 zimmerwarmes Ei
¼ l lauwarme Milch
1 Prise Salz
3 EL Rum
optional 1 Handvoll Rosinen (habe ich hier nicht verwendet)
Zum Bestreichen
1 Ei
1. Für den Teig alle Zutaten (bis auf Rosinen) in die Rührschüssel der Küchenmaschine einwiegen und mit dem Knethaken zuerst auf kleiner Stufe mischen, dann auf mittlerer Stufe kneten, bis sich der Teig von der Schüsselwand löst. Nun die Rosinen zugeben, sofern sie verwendet werden. Kurz unterkneten.
2. Teig abdecken und bei Raumtemperatur etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.
3. Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. Für große Zapfen in 8 Stücke teilen, für kleine Zapfe in 16 Stücke.
4. Jedes Teigstück dritteln und auf der unbemehlten Arbeitsfläche jedes Drittel zu einem Strang von etwa 35 cm (große Zapfen) oder 25 cm (kleine Zapfen) ausrollen.
5. Nun geht es ans Flechten: Jeweils drei Stränge am oberen Ende gut zusammendrücken. Bis zur Hälfte einen herkömmlichen Zopf flechten, dabei zu Beginn etwas enger, dann lockerer flechten. Das Flechtwerk etwas zusammenscheiben, damit der Zopf in der Mitte ein bisschen dicker wird. Die Enden der drei Stränge spiralförmig einrollen.
6. Zwei Bleche mit mit Backpapier auslegen und die Tannenzapfen darauf verteilen. Mit einem Küchentuch abdecken und 20 – 30 Minuten gehen lassen.
7. Den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
8. Die fertig aufgegangenen Tannenzapfen mit verquirltem Ei bestreichen und im vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Nach einem Rezept aus dem Buch Brot und Brauchtum von Elisabeth Schiffkorn, erschienen im Landesverlag.
Alles Liebe zu euch!
Maria









Hallo! Jetzt habe ich das Buch schon so lange, aber diese Form ist mir noch nie aufgefallen. Danke für den Tipp und all' deine tollen Rezepte und Geschichten ❤️ Alles Gute für das neue Jahr ✨
AntwortenLöschenSehr gerne! ♥ Ebenfalls alles Liebe und Gute fürs neue Jahr!!! Maria
LöschenRum im Hefeteig! Hat mich direkt neugierig gemacht und ich habe es schon nach gebacken. Endlich mal ein Gebildbrot, dass mir genauso schön gelungen ist, wie auf deinen Fotos 😉. Geschmeckt hat es auch, obwohl der Rum sich verflüchtigt hat. Ich habe zu Weihnachten Cranberry-Orangen-Butter gemacht und den Rest heute zum Frühstück zu den Zäpfchen serviert. Guuuut!
AntwortenLöschenLiebe Grüße und guten Rutsch
Caroline
Liebe Caroline,
LöschenCranberry-Orangen-Butter dazu klingt einfach köstlich! 🥰
Auch dir einen guten Rutsch und nur das Beste für das neue Jahr!
Maria
Ein herziges Gedicht, der Tannenbaum darf halt nicht gefällt werden, um als toter Christbaum zu enden... 😥
AntwortenLöschenSoo hübsch sind deine Tannenzapfen!! Ungewöhnlich mit Nüssen im Germteig und ohne Butter...
Wünsche dir einen guten Rutsch, lg
Liebe Friederike,
Löschendanke für deine Zeilen! So ein einfaches Flechtgebäck eigentlich, aber es macht ordentlich was her!
Ich wünsche auch dir einen guten Rutsch und ein wunderbares Jahr 2026!
Maria 😊