Dass es sowas gibt: Der Ringlotten-Baum im Obstgarten meiner Eltern hat heuer keine einzige Frucht getragen. Während um ihn herum alles hängvoll war, die Marillenbäume ächzten und die vielen Zwetschken die Äste zu Boden bogen, stand er verloren da – und schaute auch insgesamt nicht besonders gut aus, wenn ich ehrlich bin. Ich muss mich an dieser Stelle zusammenreißen, keinen bewegenden Nachruf zu verfassen … in tiefer Dankbarkeit nehmen wir Abschied … aber nein, soweit sind wir noch nicht. Noch weilt er unter uns und wir warten einfach, was das nächste Jahr so bringt.
In der Zwischenzeit zeige ich euch etwas Tolles: eine Ringlotten-Charlotte! Es ist schon einige Jahre her, dass ich sie gebacken und fotografiert habe und ich kann mich noch so gut erinnern, dass das Minimädel ordentlich geschimpft und gejammert hat, weil das Ding soooo schwer war! Also haltet es in Ehren, dieses Rezept – das Produzieren der Bilder war Knochenarbeit!
Die Ringlotten-Charlotte passt übrigens ganz hervorragend zum Blogevent Sommerobst, das bei zorra im kochtopf von der lieben Friederike Fliederbaum ausgerichtet wird. Hiermit dafür eingereicht! Ich freu mich schon auf die Zusammenfassung der Rezepte!
Hach, eine Charlotte ist doch immer was Schönes … wer die erfunden hat, verdient einen Orden! Sie ist nämlich relativ einfach hergestellt, lässt sich super vorbereiten, schmeckt in all ihren Varianten wunderbar und ist einfach so hübsch anzusehen.
Zutaten für 1 Charlotte
Für das Biskuit
5 Eier
1 Prise Salz
5 gehäufte EL Zucker
5 gehäufte EL Mehl
½ TL Backpulver
abgeriebene Schale von ½ Zitrone
Zum Füllen der Biskuitroulade
200 g Marmelade (ich habe Quittenmarmelade genommen)
Für die Creme
1 großer Pfirsich
250 g Mascarpone
250 g Topfen 20% F.i.T.
150 g Sauerrahm
70 g Zucker
1 EL Vanillezucker
250 g Ringlottenpüree aus entsteinten, pürierten Ringlotten
8 Blatt Gelatine
200 ml Schlagobers
Zum Dekorieren
essbare Blüten aus dem Garten
Zitronenverbene oder Melisse
einige ganze, kleine Ringlotten
1. Für die Biskuitroulade den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
2. Die Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz steif aufschlagen, dann den Zucker zugeben und weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und der Schnee stabile Spitzen bildet. Die Dotter einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver und Zitronenschale vermischen und über die Eiermasse sieben. Vorsichtig unterheben.
3. Die Biskuitmasse auf dem vorbereiteten Backblech verstreichen und im vorgeheizten Ofen etwa 12 Minuten backen.
4. Während der Backzeit ein frisches Blatt Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und mit etwas Kristallzucker bestreuen.
5. Das fertig gebackene Biskuit aus dem Ofen nehmen und mit Hilfe des Backpapiers auf das vorbereitete frische Backpapier stürzen – die Oberseite kommt nach unten. Das mitgebackene Backpapier vorsichtig abziehen. Biskuit mit Marmelade bestreichen und dann eng einrollen. Auskühlen lassen.
6. Die ausgekühlte Biskuitroulade in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden (bei mir ergab das 23 Stück). Eine von der Größe her passende Schüssel mit Frischhaltefolie und dann mit Rouladenscheiben auslegen (15 Stück) – die restlichen Scheiben beiseitelegen (sie werden zum Schluss benötigt).
7. Für die Creme den Pfirsich kurz in kochendes Wasser tauchen und dann häuten. Entkernen und das Fruchtfleisch würfelig schneiden.
8. Mascarpone, Topfen, Sauerrahm, Zucker und Vanillezucker glattrühren. Das Ringlottenpüree unterziehen.
9. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sobald sie weich geworden ist, tropfnass in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Drei Esslöffel von der Creme zur Gelatine in den Topf geben, um die Temperatur auszugleichen. Dann diese Masse zur restlichen Creme geben und gut unterrühren. Zum Angelieren in den Kühlschrank stellen.
10. Schlagobers steif schlagen und beiseitestellen.
11. Sobald die Creme zu Gelieren beginnt, das Schlagobers sowie die Pfirsichwürfel unterheben.
12. Die Creme vorsichtig in die mit Biskuitrouladenscheiben ausgelegte Schüssel leeren und glattstreichen. Die Oberfläche mit den restlichen Scheiben bedecken. Mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens vier Stunden in den Kühlschrank geben (geht auch über Nacht).
13. Nach der Kühlzeit die Frischhaltefolie an der Oberfläche entfernen, einen schönen Teller auflegen und dann die Charlotte stürzen. Die Schüssel abheben und die Frischhaltefolie entfernen.
14. Die Charlotte mit Blüten, Kräutern und Früchten garnieren und servieren.
In der Zwischenzeit zeige ich euch etwas Tolles: eine Ringlotten-Charlotte! Es ist schon einige Jahre her, dass ich sie gebacken und fotografiert habe und ich kann mich noch so gut erinnern, dass das Minimädel ordentlich geschimpft und gejammert hat, weil das Ding soooo schwer war! Also haltet es in Ehren, dieses Rezept – das Produzieren der Bilder war Knochenarbeit!
Die Ringlotten-Charlotte passt übrigens ganz hervorragend zum Blogevent Sommerobst, das bei zorra im kochtopf von der lieben Friederike Fliederbaum ausgerichtet wird. Hiermit dafür eingereicht! Ich freu mich schon auf die Zusammenfassung der Rezepte!
Ringlotten-Charlotte
Hach, eine Charlotte ist doch immer was Schönes … wer die erfunden hat, verdient einen Orden! Sie ist nämlich relativ einfach hergestellt, lässt sich super vorbereiten, schmeckt in all ihren Varianten wunderbar und ist einfach so hübsch anzusehen.
Zutaten für 1 Charlotte
Für das Biskuit
5 Eier
1 Prise Salz
5 gehäufte EL Zucker
5 gehäufte EL Mehl
½ TL Backpulver
abgeriebene Schale von ½ Zitrone
Zum Füllen der Biskuitroulade
200 g Marmelade (ich habe Quittenmarmelade genommen)
Für die Creme
1 großer Pfirsich
250 g Mascarpone
250 g Topfen 20% F.i.T.
150 g Sauerrahm
70 g Zucker
1 EL Vanillezucker
250 g Ringlottenpüree aus entsteinten, pürierten Ringlotten
8 Blatt Gelatine
200 ml Schlagobers
Zum Dekorieren
essbare Blüten aus dem Garten
Zitronenverbene oder Melisse
einige ganze, kleine Ringlotten
1. Für die Biskuitroulade den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
2. Die Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz steif aufschlagen, dann den Zucker zugeben und weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und der Schnee stabile Spitzen bildet. Die Dotter einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver und Zitronenschale vermischen und über die Eiermasse sieben. Vorsichtig unterheben.
3. Die Biskuitmasse auf dem vorbereiteten Backblech verstreichen und im vorgeheizten Ofen etwa 12 Minuten backen.
4. Während der Backzeit ein frisches Blatt Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und mit etwas Kristallzucker bestreuen.
5. Das fertig gebackene Biskuit aus dem Ofen nehmen und mit Hilfe des Backpapiers auf das vorbereitete frische Backpapier stürzen – die Oberseite kommt nach unten. Das mitgebackene Backpapier vorsichtig abziehen. Biskuit mit Marmelade bestreichen und dann eng einrollen. Auskühlen lassen.
6. Die ausgekühlte Biskuitroulade in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden (bei mir ergab das 23 Stück). Eine von der Größe her passende Schüssel mit Frischhaltefolie und dann mit Rouladenscheiben auslegen (15 Stück) – die restlichen Scheiben beiseitelegen (sie werden zum Schluss benötigt).
7. Für die Creme den Pfirsich kurz in kochendes Wasser tauchen und dann häuten. Entkernen und das Fruchtfleisch würfelig schneiden.
8. Mascarpone, Topfen, Sauerrahm, Zucker und Vanillezucker glattrühren. Das Ringlottenpüree unterziehen.
9. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sobald sie weich geworden ist, tropfnass in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Drei Esslöffel von der Creme zur Gelatine in den Topf geben, um die Temperatur auszugleichen. Dann diese Masse zur restlichen Creme geben und gut unterrühren. Zum Angelieren in den Kühlschrank stellen.
10. Schlagobers steif schlagen und beiseitestellen.
11. Sobald die Creme zu Gelieren beginnt, das Schlagobers sowie die Pfirsichwürfel unterheben.
12. Die Creme vorsichtig in die mit Biskuitrouladenscheiben ausgelegte Schüssel leeren und glattstreichen. Die Oberfläche mit den restlichen Scheiben bedecken. Mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens vier Stunden in den Kühlschrank geben (geht auch über Nacht).
13. Nach der Kühlzeit die Frischhaltefolie an der Oberfläche entfernen, einen schönen Teller auflegen und dann die Charlotte stürzen. Die Schüssel abheben und die Frischhaltefolie entfernen.
14. Die Charlotte mit Blüten, Kräutern und Früchten garnieren und servieren.
Tipps
- Meine Charlotte ist relativ wenig süß – wenn ihr es lieber süßer habt, dann gebt 100 g Zucker in die Creme statt 70 g.
- Für die Creme könnt ihr bei den Milchprodukten großzügig variieren – schaut einfach, was in eurem Kühlschrank noch so da ist. Sauerrahm kann durch Joghurt ersetzt werden, Mascarpone durch Frischkäse, …
- Auch was die Früchte angeht: Hier passt vieles! Brombeeren, Birnen, Himbeeren, Feigen ...
Genießt die erntereiche Sommerzeit!
Maria


















Oje, Nachruf auf den Ringlottenbaum, hoffentlich "derrappelt" er sich nächstes Jahr... ;-)))
AntwortenLöschenAber mein Ringlottenbaum ist noch im Kleinkindalter, der muss noch wachsen.
Deine Charlotte ist ein Prachtstück und ich freue mich sehr über das Rezept mit dem großen Fruchtanteil (und vor allem, wieviel Gelatine dann notwendig ist). Denn mein Rezept besteht nur aus Weinpuddingoberscreme...
(https://fliederbaum.blogspot.com/2026/05/von-flieder-muttertag-und.html)
Danke dir fürs Mitmachen, alles Liebe
Wow, deine Charlotte schaut ja auch wahnsinnig schön aus! Und ein Vorteil von solchen Backwerken ist bisher auch an mir vorüber gegangen: Dass sie super zu transportieren sind! Absolut sicher in einer Schüssel gelagert kann ja gar nichts passieren! 😊
LöschenAlles Liebe zu dir!
Maria
Hallo Maria,
AntwortenLöschenwow! Deine Charlotte ist ja auch optisch ein Augenschmaus - auch wenn sie so schwer war. Klasse!
Wir haben auch einige dieser halbwilden Bäume, in Franken sagt man glaube ich Ringlo, und es gibt sie in verschiedenen Farben, auch am Wegesrand. Geschmacklich kann ich mir das ganz toll vorstellen.
Und, ich hab' ja auch immer noch Rezepte und Fotos auf der Festplatte... Manchmal passt dann ein Thema, so dass man den Anlass hat, sie endlich mal zu veröffentlichen. Bei dem Rezept hier hat es sich auf jeden Fall gelohnt!
Liebe Grüße
Barbara
Danke liebe Barbara 😊 Ja, du ahnst nicht, wie voll meine Festplatte noch ist 😅 Aber stimmt - dann hat man immer was zum Herzeigen, so für den Fall des Falles.
LöschenAlles Liebe!
Maria
Unsere Reneklode hat dies Jahr das erste Mal getragen. Pur mag ich die Früchte sehr, aber als Kompott gekocht schmecken sie mir nicht so. Dasselbe mit Zwetschgen: wie kommt es nur, dass die Früchte so viel saurer sind, wenn sie gekocht wurden. Weißt du es Maria?
AntwortenLöschenDeine Charlotte sieht traumhaft schön aus. Wenn ich mal wieder mehr Lust habe zu backen werde ich mich daran versuchen. Ich habe nach dem schlimmen Sommer so eine Sehnsucht nach Herbst. Nach Regenwetter und Zimtschnecken.
Liebe Grüße
Caroline
Am besten sind die ganz weichen, kurz bevor sie vom Baum fallen, oder? 😊🥰
LöschenDeine Beobachtung kann ich mir so erklären (ohne es genau zu wissen): Ringlotten und Zwetschken schmecken ja besonders unter der Schale und rund um den Kern besonders sauer (ganz arg finde ich das bei Kriecherln, kennst du die?). Durch das Kochen werden vermutlich die Zellstrukturen zerstört und es kommt alles ins Fruchtfleisch, weshalb es dann insgesamt saurer schmeckt. So finde ich es zumindest logisch ...
Ja, deine Sehnsucht nach Herbst und Regenwetter verstehe ich. Den Regen sehne ich auch schon sehr herbei, das warme (nicht heiße!) Wetter dürfte aber ruhig noch ein wenig bleiben ...
Alles Liebe zu dir!
Maria
Liebe Maria, also das finde ich ja wieder super lustig. Wir haben nämlich zur Geburt unserer jüngsten Tochter (Charlotte) einen Ringlottenbaum gepflanzt. Und er hat heuer zum ersten Mal so richtig viel getragen. Leider eine Woche zu spät hab ich dein Rezept entdeckt, das es ja zum Nachbackem schreit. Aber das wird ja nicht das letzte Jahr sein in dem er uns Drüchte schenkt 😉
AntwortenLöschenMein Lieblingsrezept heuer war ein Ringlotten-Dirndlmus Marmelade - sehr empfehlenswert!
Liebe Grüße
Liebe Elisabeth!
LöschenMah, die Kombi aus Ringlotten und Dirndln klingt super, das merk ich mir! Und ja, stimmt, die Ringlotte und (deine und meine) Charlotte ... Hihi 😃
Alles Liebe zu dir!
Maria
Jetzt musste ich erst googlen was Ringlotten sind. Ich kenne sie als Reine-Claude und liebe sie! Das mit 0 Ertrag kenn ich von meinem Aprikosenbaum. Ein Jahr hat er 0 das nächste wieder kiloweise. Ich drück die Daumen, dass das bei eurem Baum auch so ist.
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