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Montag, 9. März 2020

Manche freilich …


Manche freilich müssen drunten sterben,
Wo die schweren Ruder der Schiffe streifen,
Andere wohnen bei dem Steuer droben,
Kennen Vogelflug und die Länder der Sterne.

Manche liegen immer mit schweren Gliedern
Bei den Wurzeln des verworrenen Lebens,
Andern sind die Stühle gerichtet
Bei den Sibyllen, den Königinnen,
Und da sitzen sie wie zu Hause.
Leichten Hauptes und leichter Hände.

Doch ein Schatten fällt von jenen Leben
In die anderen Leben hinüber,
Und die leichten sind an die schweren
Wie an Luft und Erde gebunden […]

Hugo von Hofmannsthal



In der Natur wie im Leben ist alles mit allem verwoben, nichts steht für sich allein. Alles, was wir tun, alles, was wir nicht tun – es hat Folgen. Und Grenzen dicht kann keine Lösung sein, wenn verzweifelte Menschen unsere Hilfe brauchen …

13 Kommentare:

  1. Du sprichst mir aus dem Herzen, liebe Maria! Liebste Grüße, Petra

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  2. Da kommen mir echt die Tränen vor der Kleinheit der Menschen.

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  3. Was für schöne Worte, von Hofmannsthal wie vorn dir!

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  4. Vielen Dank für Deine klaren Worte und dass Du Hofmannsthal genau diese Zeilen sprechen lässt! LG von Irmi E.

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  5. Ich bin traurig und fühle mich hilflos angesichts der Not auf der einen Seite und der Hartherzigkeit auf der anderen. Danke dass du das Thema ansprichst, vielleicht können wir wenigstens die Grenzen in den Köpfen einiger Mitmenschen durchbrechen.

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  6. Es ist so grauslich, mehr fällt mir grade gar nicht ein... eine Schande!

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  7. Es bleibt ja immer auch ein Schimmer Hoffnung, weil ich weiß, dass es viele gibt, die genau so denken ... DANKE auch euch!

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  8. Man kanns nicht oft genug sagen - schlimm genug, dass man es überhaupt sagen muss. Menschlichkeit, wo bist du?
    Und worin besteht die Hoffnung? Ich würde gerne mithoffen.

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    1. Hoffnung ... auf Einsicht, Empathie, Miteinander. Ja, Menschlichkeit! Ich habs noch nicht aufgegeben. Ich will auch nicht ... Liebe Grüße zu dir ...

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Über Kommentare freue ich mich immer. Herzlichen Dank dafür!
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