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Montag, 29. Februar 2016

Herrgott, sind die gut:
Apfelinos


Im Mühlviertel, ganz in unserer Nähe, gibt es einen Ort, an dem es sich vortrefflich innehalten lässt. Dieser Ort heißt Herrgottsitz – der Legende nach hat hier der liebe Gott ausgeruht und zufrieden ins schöne Mühlviertel geblickt, nachdem er die Welt erschaffen hat.


Ob er damals auch schon Adam und Eva im Sinn hatte, den Garten Eden, den Baum der Erkenntnis? Und mit ihm: den Apfel, die verbotene Frucht?



Apfelinos


Dietmars Rezepte sind absolut verlässlich, wenn es darum geht, professionelles Brot zu backen. Ich mag seinen Blog unglaublich gern, nicht nur, weil es ein oberösterreichischer ist, sondern vor allem, weil Dietmar, Bäckermeister und Produktionsleiter eines Familienbetriebs in St. Marien, so großzügig Rezepte und Tipps preisgibt, die ansonsten eher in der Kategorie Betriebsgeheimnis zu finden sind. Das Rezept für die Apfelinos hat mich sofort angelacht und sie schmecken wirklich so was von gut, Herrgott noch einmal ...

Zutaten für 20 Stück (2 Blech)

Für den Vorteig (Dampfl)
140 g Weizenmehl Type 700
140 g lauwarme Milch
16 g frische Hefe
7 g Honig

Für den Hauptteig
der gesamte reife Vorteig
460 g Weizenmehl Type 700
2 Eier
2 Dotter
60 g Zucker
150 g weiche Butter
1 kräftige Prise Salz
Abrieb von ½ unbehandelten Orange

Für die Füllung
3 – 4 Äpfel (je nach Größe), geschält und in kleine Stücke geschnitten
etwas Zucker, Zimt, Zitronensaft

Für die Dekoration
etwas weiche Butter
groben Kristallzucker (weiß oder braun)

1. In einer Schüssel die Zutaten für den Vorteig miteinander vermischen. Zudecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde reifen lassen. Sobald der Vorteig eine kuppelförmige, grobe Oberfläche bildet, die einfällt, wenn man mit dem Finger hinein drückt, hat der Vorteig die optimale Reife erreicht.

2. Den reifen Vorteig mit den restlichen Zutaten für den Hauptteig mit Hilfe der Küchenmaschine (Knethaken) etwa 7 Minuten auf langsamer Stufe vermischen, dann weitere 6 Minuten auf mittlerer Stufe zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten.

3. Den Teig nach dem Kneten abdecken und etwa 15 Minuten reifen lassen.

4. Dann in 20 gleich große Stücke teilen und mit Hilfe der Handinnenflächen auf einer unbemehlten Arbeitsfläche zu runden Teiglingen schleifen.

5. Die Teiglinge auf ein leicht bemehltes Tuch legen, abdecken und weitere 15 Minuten entspannen lassen.

6. Jedes Teigstück mit dem Nudelholz zu einem ovalen Teigfleck von etwa 15 cm Länge und 10 cm Breite ausrollen.

7. In der Mitte des Teigflecks einen Streifen Apfelfülle aufbringen. Teig der Länge nach zusammen falten, sodass ein längliches, gefülltes Teigstück entsteht. Den Teig von unten nach oben zu einer Schnecke aufrollen. Diese Schnecke dann mit der Naht nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.



8. Mit den restlichen Teigstücken genauso verfahren und die fertigen Schnecken mit großzügigem Abstand auf den beiden Blechen verteilen. Abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.

9. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Bleche nacheinander backen: Apfelinos in den vorgeheizten Ofen schieben, die Hitze auf 200 °C reduzieren und die Apfelinos in 12 – 15 Minuten goldbraun backen.

10. Ein Suppenteller mit grobem Kristallzucker sowie ein Stück Butter vorbereiten.

11. Apfelinos aus dem Ofen nehmen und noch heiß rundherum mit dem Stück Butter einstreichen (die Butter schmilzt beim Kontakt mit dem Gebäck sofort; es ist natürlich aber auch möglich, zerlassene Butter und einen Backpinsel zu verwenden). Danach die Oberfläche sofort in den Kristallzucker tauchen.


30 Kommentare:

  1. ohhhhhhhhhhh! Aus der Kategorie sofort haben will..ist noch eines da für mich?

    lg. Sina

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  2. Die Teilchen stehen auch auf meiner To-Do-Liste. Allerdings möchte ich sie mit hellem Emmermehl und einem kleinen Anteil frisch gemahlenem Einkorn realisieren. Bin nämlich gerade in meiner Urgetreidephase. :-)

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    1. Urgetreidephase ist cool :-)
      Ein Vollkornanteil steht ihnen sicher gut!
      Liebe Grüße!

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  3. Oh ja, die sehen köstlich aus!Mhhh, da werde ich direkt hungrig!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  4. Herrgott, die hab ich sofort stehenden Fußes nachgebacken! Fast so schön wie deine.

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  5. ah jaaa, die will ich auch haben!!
    und das Nebel-Berge-Foto ist der Wahnsinn

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  6. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    1. So, erstmals mein liebes Netzchen: Ich freu mich auch immer von dir zu lesen (hier und auf deinem eigenen Blog) und finde es schön, dass du mir als treue Leserin zur Seite stehst.
      Deinen Kommentar hab ich jetzt ein paar Mal gelesen und ich glaub, ich steh auf der Leitung. Hilf mir!!!! ;-)
      Ganz liebe Grüße zu dir!
      P.S.: Ich glaub auch, dass ich älter bin als du ;-)

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  7. Oh, die schauen aber verdammt gut aus! Ich glaub, die probiere ich schnellstens aus.

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  8. Oh, die sehen super lecker aus, muss ich mal ausprobieren !

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  9. Die schauen soooo hübsch aus! Das Rezept nehme ich gleich mal mit. Der Italiener liegt alles mit Apfel :D

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    1. Na dann perfekt - Äpfel gehen ja echt das ganze Jahr, gell?

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  10. Liebe Maria, ich versuche mich gerade an den Apfelinos und der Vorteig ruht. Da kommt keine Flüssigkeit mehr zum Hauptteig?

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    1. Nein, alle Flüssigkeit ist schon im Vorteig! Das freut mich, dass du gleich nachbäckst! Gutes Gelingen! :-)

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  11. Guten Morgen,

    ein wirklich wunderbares Rezept, das muss ich mir auf jeden Fall gleich mal vormerken für den Sommer bzw. Herbst wo es die schönsten Äpfel in Nachbarsgarten gibt. Wir haben leider noch keinen Apfelbaum ... Ernte einfach zu groß ;-)

    lg netzchen

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    1. Na wenn ihr dann in Nachbarsgarten ernten gehen dürft, ist das ja perfekt ;-)
      Liebe Grüße!

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  12. Dietmars Blog schätzte cih auch als Nicht-Östereicherin sehr, die Apfelino sind mir aber irgendwie entgangen. Deine sehen sensationell aus. Mal sehen, wann ich zum Nachbacken komme. Heute ist erstmal "Nichtentag". :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Die Apfelinos lohnen sich auf jeden Fall, ich fand sie gar nicht mal so aufwändig. Ich hoffe, du hattest einen schönen Nichtentag! Liebe Grüße!

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  13. schöne Grüße von einer, die in der Heimatgemeinde von Dietmar wohnt! Ich glaube, du musst uns mal besuchen ;-))

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  14. Ein herzliches "Hallo" aus Wien von mir.
    Und vielen Dank für das Rezept, die Dinger schauen ja echt köstlich aus.

    LG Peggy

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    1. Das herzliche Hallo schicke ich etwas verspätet zurück, liebe Peggy!
      Danke für dein Lob, sie schmeckten auch so ;-)

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  15. Mmh, sieht das lecker aus, und dazu noch diese schönen Bilder!
    Ich werde das Rezept auf jeden Fall mal ausprobieren. Obwohl ich bei meinen bescheidenen Backkünsten Zweifel habe, dass ich das auch so gut hinkriege.
    Viele Grüße
    Carolin

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    1. Liebe Carolin,
      ich war grad auf deinem Blog mit den vielen wunderbaren Fotos - und vor allem die Geschichte rund um euren Panda hat es mir natürlich angetan. Mit etwas Glück wird bei uns in einiger Zeit ein Border Collie-Welpe einziehen, was mich dann vor vollkommen andere Herausforderungen stellen wird als meine Zeit mit Spike, meinem geliebten Jagdhund-Mix. Ihn konnte ja (fast) nichts aus der Ruhe bringen ;-)
      Probier das Rezept ruhig aus, es ist wirklich nicht schwierig und die Teilchen schmecken sowas von gut!
      Liebe Grüße!

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Über Kommentare freue ich mich immer. Herzlichen Dank dafür!
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